Großbritannien
Telekom hängt bei Netzausbau Rivalen ab

In Großbritannien ist die Deutsche Telekom mit dem Mobilfunkmarktführer Everything Everywhere auf dem Vormarsch: Das Unternehmen darf seine Frequenzen auch für LTE benutzen. Rivalen sehen allerdings Wettbewerbsnachteile.
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LondonDie Deutsche Telekom hat sich beim Ausbau des Funknetzes auf den neuen Datenturbostandard LTE in Großbritannien einen großen Vorsprung gesichert. Die britische Telefon-Regulierungsbehörde Ofcom erlaubte dem Mobilfunkmarktführer Everything Everywhere, der von den Deutschen mit France Telecom betrieben wird, in einer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung, bestehende Handy-Frequenzen auch für LTE benutzen zu dürfen.

Die Vorzüge für die Verbraucher seien größer als die Nachteile für den Wettbewerb, hieß es. Nach früheren Angaben will Everything Everywhere bis Ende des Jahres mit den ersten LTE-Angeboten an den Start gehen. Videos und Musik lassen sich damit nach Industrieangaben bis 20 mal schneller herunterladen als derzeit.

Die Konkurrenz hat dabei das Nachsehen, da sich ihre Frequenzen nicht so einfach für LTE umwidmen lassen. Vodafone, die Telefonica -Tochter o2 und die zum Hongkonger Hutchison -Konzern gehörende Three müssen sich erst mit neuen Frequenzen eindecken, die in wenigen Monaten auf einer Versteigerung unter den Hammer kommen. Vodafone und Three sind trotz der anstehenden Auktion nicht zufrieden. Die Ofcom-Entscheidung könnte den Wettbewerb im Mobilfunk behindern, erklärten die Unternehmen.

In Deutschland sind die Mobilfunker mit den Ausbau der LTE-Netze schon wesentlich weiter. Die meisten Mobilfunker starteten bereits bald nach der Versteigerung neuer Frequenzen durch die Bundesnetzagentur vor zwei Jahren mit dem Ausbau. Bis auf E-Plus bieten mittlerweile auch alle Netzbetreiber LTE an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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