Grünes Licht aus Brüssel
Telekom kommt bei Telering zum Zuge

Die Deutsche Telekom wird noch im Laufe dieser Woche von der EU-Wettbewerbskommission grünes Licht für die Übernahme des österreichischen Mobilfunkanbieters Telering bekommen.

lou/oli WIEN. Wie das Handelsblatt aus Branchenkreisen erfuhr, ist am Mittwoch mit einer positiven Entscheidung der Brüsseler Kommission zu rechnen. Ein Sprecherin der Wettbewerbsbehörde bestätigte, dass morgen voraussichtlich eine Entscheidung fallen wird. Die Kommission prüft das Vorhaben seit acht Monaten. Nach einer Verlängerung läuft die Frist für eine Entscheidung Ende dieser Woche ab.

Die Übernahme war zur Hängepartie geraten, da sie nach Einschätzung der EU-Kommission den Wettbewerb auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt „erheblich behindere“. Kern der Bedenken war, dass mit Telering der Preisbrecher wegfällt und T-Mobile nach einer Übernahme zusammen mit dem Marktführer Mobilkom gut zwei Drittel des Marktes beherrscht. Die Telekom hingegen hatte in Brüssel mit dem Beispiel Niederlande argumentiert. Dort habe Marktführer KPN den Mobilfunker Telfort kaufen dürfen, obwohl die Unternehmen zusammen auf 51 Prozent Marktanteil kamen. Dieser Argumentation ist die EU offenbar gefolgt.

Die Deutsche Telekom hatte Mitte August 2005 angekündigt, über ihre Tochter T-Mobile Telering für 1,3 Mrd. Euro von der US-Gruppe Alltel kaufen zu wollen. Telering ist mit rund 13 Prozent Marktanteil die Nummer vier in Österreich. Für die Telekom, die zahlreiche Mobilfunkbeteiligungen in Osteuropa besitzt, ist eine starke Position in der Alpenrepublik wichtig, da Österreich vielen Unternehmen als Basis für ihre Geschäfte im Osten Europas dient. T-Mobile hat in Österreich seit der Umfirmierung von Maxmobil auf T-Mobile zwar die Kundenzahl halten konnte, aber seit 2002 deutlich Marktanteile verloren. Telering konnte in dieser Zeit dagegen zulegen.

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