Grünes Licht von US-Richter
Rekord-Strafe für Worldcom gebilligt

Ein US-Richter hat einer Einigung zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und dem insolventen Telekom-Konzern Worldcom zugestimmt, wonach dieser an Geschädigte die Rekordsumme von 750 Mill. Dollar zahlen muss. Damit dürfte Worldcom eine weitere Hürde auf dem Weg aus dem Gläubigerschutzverfahren genommen haben.

Reuters WASHINGTON. Der New Yorker Richter Jed Rakoff stimmte am Montag der Einigung Worldcoms mit der SEC über die Zahlung von 500 Mill. Dollar in bar sowie 250 Mill. Dollar in Aktien zu. Die Aktien sollen herausgegeben werden, wenn das Unternehmen aus dem Gläubigerschutzverfahren herauskommt. Die Mittel gehen an Anleihen- und Aktienbesitzer, die durch den Zusammenbruch von Worldcom ihr Geld verloren hatten. Die Einigung muss noch von einem Konkursgericht gebilligt werden. Bei Worldcom war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

„Die vorgeschlagene Einigung ist nicht nur gerecht und vernünftig, sondern auch ein Ergebnis, das so gut ist, wie es unter diesen schwierigen Umständen vernünftigerweise erwartet werden durfte“, teilte Richter Rakoff mit.

Worldcom hatte im Juni 2002 eingeräumt, fast vier Mrd. Dollar statt als Ausgaben als Investitionen falsch in seiner Bilanz verbucht zu haben. Ursprünglich sollte sich die Geldstrafe für den Bilanzbetrug auf 1,5 Mrd. Dollar belaufen, wurde aber auf 500 Mill. Dollar in bar reduziert, weil sich das Unternehmen im Gläubigerschutz befindet. Worldcom will noch in diesem Jahr aus dem Gläubigerschutz herauskommen.

Die von der SEC geforderte Summe übersteigt noch die, welche die Behörde von der Investment-Banking-Sparte von Citigroup, Salomon Smith Barney, verlangt hatte. Diese hatte sich mit der SEC auf eine Strafzahlung in Höhe von 400 Mill. Dollar geeinigt. Grund für die Strafe waren verzerrte Analystenempfehlungen von Salomon Smith Barney.

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