Grund ist ein scharfer Wettbewerb
Colt versetzt Erwartungen einen Dämpfer

Colt Telecom wird die Erwartungen in diesem Jahr wohl nicht erfüllen. Der britische Telekom-Konzern rechnet mit enttäuschten Analysten - daraufhin brach der Aktienkurs um mehr als ein Viertel ein.

HB LONDON. Das in London ansässige Unternehmen teilte am Donnerstag mit, die Markterwartungen würden voraussichtlich nicht erfüllt. „Colt erwartet derzeit für das am 31. Dezember 2004 endende Geschäftsjahr, dass der Umsatz höher als im Vorjahr ausfallen wird und sich das Ebitda (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen) auf Vorjahresniveau beläuft oder leicht abschwächen wird.“ Grund für diese Geschäftsentwicklung sei ein schärfer als erwarteter Wettbewerb. Die Nachfrage nach Daten-Produkten und hochmargigen Produkten für Sprach-Telefonie belebe sich nicht so schnell wie angenommen.

An der Börse führte die neue Unternehmensprognose zu einem Kurseinbruch. Die Colt-Papiere verloren 28 Prozent auf 58 Pence und erreichten im Handelsverlauf den tiefsten Stand seit mehr als 13 Monaten. Die am Vormittag getätigten Umsätze waren dreimal so hoch wie im Schnitt der vergangenen 90 Tage. Das Unternehmen hatte bereits im Februar gewarnt, das Jahr 2004 werde „erneut herausfordernd“. Seitdem hat sich der Börsenwert des unter dem Strich noch Verluste schreibenden Konzerns mehr als halbiert.

Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Colt ein Ebitda von 163 Millionen Pfund. Analysten rechneten bislang für dieses Jahr im Durchschnitt mit einem Anstieg des operativen Ergebnis auf rund 203 Millionen Pfund.

Colt wurde unter dem Namem City of London Telecom gegründet und derzeit in 13 europäischen Ländern Telekommunikations-Dienste mit eigenen Netzen an und wendet sich vor allem an Geschäftskunden. In Deutschland ist Colt Telecom neben dem auf das Privatkundengeschäft fokussierten Anbieter Arcor einer der größten Konkurrenten der marktbeherrschenden Deutschen Telekom.

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