Grundkapital aufgezehrt
Senator Entertainment ist insolvent

Die Senator Entertainment AG muss Insolvenz anmelden. Mit den Banken und möglichen Investoren konnte bislang noch keine Lösung für eine Sanierung gefunden werden, hieß es am Donnerstag.

HB BERLIN. Der Antrag auf ein entsprechendes Verfahren sollte noch am Donnerstag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gestellt worden, sagte ein Sprecher in der Hauptstadt. Mit den Banken und möglichen Investoren habe eine Lösung für eine Sanierung noch nicht gefunden werden können. Die Verhandlungen würden nun fortgesetzt. Der Geschäftsbetrieb soll so weit wie möglich weitergehen. Senator ist wegen massiver Abschreibungen in der Bilanz überschuldet.

Angesichts der anhaltenden Flaute auf dem Kinomarkt hatte der Vorstand für den Abschluss 2003 massive Wertberichtigungen auf das Filmvermögen und die Beteiligungen vorgenommen. Die Abschreibungen waren so hoch, dass das Grundkapital aufgezehrt wurde. Senator Entertainment hatte im vergangenen Jahr mit „Good bye, Lenin!“ und „Das Wunder von Bern“ die erfolgreichsten deutschen Filme produziert. Mehr als zehn Millionen Zuschauer insgesamt sahen beide Streifen. Das Unternehmen war 1999 am Neuen Markt an die Börse gegangen. Der Konzern ist auch an der Kinokette Cinemaxx beteiligt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%