Grundlage ist Suns Solaris
Siemens bei Computer-Kooperation dabei

Drei Computer-Hersteller kündigen ihre Entwicklungs-Kooperation an: Fujitsu Siemens, Sun Microsystems und die japanische Fujitsu wollen zusammen eine neue Generation von Hochleistungscomputern entwickeln.

HB MÜNCHEN. Mit der Kooperation, deren Produkte 2006 auf den Markt kommen sollen, sehen sich die Unternehmen im Markt für Computer-Server mit Unix-Betriebssystem für den Wettbewerb mit den Konkurrenten Hewlett-Packard und IBM deutlich gestärkt.

Die Unternehmen erklärten am Dienstagabend, vorgesehen sei, die nächste Generation von Hochleistungsrechnern auf der Grundlage des Unix-Betriebssystems Solaris und mit Sparc-Computerchips gemeinsam zu entwickeln. Fujitsu rechne mit deutlichen Kosteneinsparungen durch die Kooperation. Die neuen Systeme sollen nach den Angaben die doppelte Leistung im Vergleich zu den jetzigen Modellen haben und werden von den drei Partnern unter ihrem jeweiligen Markennamen vertrieben.

Der weltweite Markt für Unix-basierte Systeme wird nach Branchenangaben auf etwa 6,5 Milliarden Dollar jährlich geschätzt. Im Markt für Computerserver mit Unix-Betriebssystemen ist Sun mit 28 Prozent die Nummer zwei hinter Hewlett-Packard mit 31 Prozent und vor IBM mit einem Anteil von etwa 25 Prozent.

Fujitsu und Sun kooperieren seit Jahren. Das deutsch-japanische Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu Siemens ist der größte europäische Computerhersteller. Das Unternehmen, das je zur Hälfte dem Siemens-Konzern und Fujitsu gehört, vertreibt auch Hochleistungsserver mit Sparc-Technologie.

Technologie-Chef Joseph Reger sagte, die Kooperation sei auch für Fujitsu Siemens sehr bedeutsam. „Wir erweitern durch die neue Produktfamilie den Markt für Unix-Systeme“, sagte er. Direkte Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitsplätze bei Fujitsu Siemens habe die Kooperation aber nicht, sagte Reger weiter. „Wir wollen mehr Geschäft machen, und wir müssen sicher effizienter werden.“ Die Frage sei, ob das Unternehmen das Geschäft so ausweiten könne, dass Effizienzsteigerungen nicht zu einer sinkenden Zahl von Stellen führten. „Und dafür gibt es konkrete Anzeichen“, fügte er hinzu.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2003/04 (zum 31. März) verbuchte Fujitsu Siemens bei einem Umsatz von rund 5,3 Milliarden Euro einen Vorsteuergewinn von 62 Millionen Euro. Das Unternehmen hat nach früheren Angaben rund 7 000 Beschäftigte.

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