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Gruner+Jahr: Zukunft der FTD ist noch offen

In den vergangenen Tagen haben Medienbeobachter das Aus für die „Financial Times Deutschland“ besungen. Nun meldet sich der Verlag zu Wort: Eine Entscheidung über seine Wirtschaftsmedien sei noch nicht gefallen.

Bei der Financial Times laufen noch Gespräche über einen Verkauf. Quelle: Reuters
Bei der Financial Times laufen noch Gespräche über einen Verkauf. Quelle: Reuters

HamburgÜber die Zukunft der Wirtschaftsmedien von Gruner +Jahr, darunter die „Financial Times Deutschland“ (FTD), ist nach Angaben des Zeitschriftenkonzerns noch nicht endgültig entschieden. Wie Konzernsprecher Claus-Peter Schrack am Mittwochabend mitteilte, laufen noch letzte Gespräche zu einem möglichen Verkauf der „FTD“.

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„Richtig ist, dass der G+J-Aufsichtsrat heute den G+J-Vorstand in seiner Aufsichtsratssitzung ermächtigt hat, einen Verkauf, Teilschließung oder Schließung der G+J-Wirtschaftsmedien vorzunehmen“, teilte Schrack mit. „Es laufen aktuell letzte Gespräche zu einem potenziellen Verkauf der "FTD", ein endgültiger Beschluss des Vorstandes ist damit noch nicht gefasst.“ Der G+J-Aufsichtsrat war am Mittwoch zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammengekommen.

Bei den Wirtschaftstiteln arbeiten nach Verlagsangaben rund 330 Menschen. Zu den Titeln gehören neben der Tageszeitung „Financial Times Deutschland“ die Magazine „Capital“, „Impulse“ und „Börse Online“.

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Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) appellierte an die soziale Verantwortung des G+J-Managements. „Sparmaßnahmen dürfen nicht einseitig zu Lasten der Journalistinnen und Journalisten beschlossen werden“, teilte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken in Berlin mit. Der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi), Frank Werneke, fürchtet, dass mehr als 200 Arbeitsplätze gestrichen würden.

Der Verlag Gruner + Jahr, der auch Magazine wie „Geo“, „Gala“, „Stern“, „Brigitte“ und „Neon“ herausgibt, gehört mit einem Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro (2011) zu den größten in Europa.

Mehrheitseigener ist mit 74,9 Prozent die Bertelsmann SE & Co. KGaA. Eine Sperrminorität von 25,1 Prozent hält die Hamburger Verlegerfamilie Jahr.

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