GSM und LTE

Ericsson und Apple legen Patentstreit bei

Apple und Ericsson beenden ihren Patentstreit: Die Klagen werden zurückgezogen, es soll eine Kooperation geben. Unklar bleibt, wer sich in dem Konflikt um die Höhe der Lizenzgebühren durchgesetzt hat.
Die beiden Konzerne haben ihren Patentstreit beigelegt. Quelle: dpa
Apple und Ericsson

Die beiden Konzerne haben ihren Patentstreit beigelegt.

(Foto: dpa)

Stockholm/Cupertino Der nächste große Patentstreit in der Mobilfunk-Branche ist beigelegt: Apple und der Netzwerk-Ausrüster Ericsson haben sich nach fast einem Jahr geeinigt. Der iPhone-Konzern wird den Schweden während der auf sieben Jahre angesetzten Vereinbarung Lizenzgebühren bezahlen und zunächst eine Einmalzahlung leisten. Die Höhe wurde am Montag nicht genannt.

Apple hatte dem weltgrößten Netzwerk-Ausrüster im Januar nach dem Auslaufen des vorherigen Abkommens vorgeworfen, die Gebühren für Standard-Patente zu hoch anzusetzen und zog vor Gericht. Ericsson klagte daraufhin wegen der Verletzung von mehr als 40 Patenten und wollte sich auch von einem Richter bescheinigen lassen, dass die geforderte Höhe der Lizenzzahlungen angemessen sei.

Dabei ging es unter anderem um Technologien der Mobilfunkstandards GSM und LTE. Für solche Patente, die zum Grundstock von Standards gehören, gelten besondere Regeln. Inhaber müssen Lizenzen dafür zu fairen Bedingungen und ohne Diskriminierung gewähren. Darüber, was ein fairer Preis ist, gibt es aber immer wieder Streit.

Mit der Einigung werden alle Klagen in Kalifornien, Texas und vor der US-Handelsbehörde ITC sowie in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden zurückgezogen, wie Ericsson mitteilte. Die Unternehmen wollen zudem bei der Entwicklung von Technologien für den nächsten schnellen Datenfunk-Standard 5G zusammenarbeiten.

Aus dem Geschäft mit Lizenzen und geistigem Eigentum erwartet Ericsson im laufenden Jahr nun Erlöse zwischen 13 und 14 Milliarden schwedischen Kronen (1,4 bis 1,5 Milliarden Euro). 2014 waren die Schweden auf 9,9 Milliarden Kronen gekommen.

Apple triumphiert, VW wird abgestraft
Platz 10: Amazon
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Die Unternehmensberatung Interbrand veröffentlicht jährlich ihr Markenwert-Ranking. Die Bewertung der Unternehmen erfolgt über eine Analyse verschiedener Aspekte, angefangen bei der Finanzkraft über die Bekanntheit der Produkte bis hin zu den Serviceleistungen eines Unternehmens. Die Bewertungsmethode ist ISO-zertifiziert. Eröffnet wird das Ranking im aktuellen Jahr von Amazon. Der Markenwert wird auf 37,9 Milliarden Dollar geschätzt. Im Vergleich zu Vorjahr steigt der Wert um rund 29 Prozent, womit der Online-Versandhändler den Autobauer Mercedes aus den Top-Ten verdrängt hat.

Platz 9: McDonalds
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Der Burgerbrater aus den USA muss leichte Einbußen des Markenwerts hinnehmen. 2015 wird der Markenwert von McDonalds auf 39,8 Milliarden Dollar geschätzt, ein Minus von sechs Prozent. An der Fast-Food-Kette nagt das miese Image ungesundes Essen zu verkaufen. McDonalds bemüht sich zwar um eine gesündere Außenwirkung – zum Beispiel durch den Verkauf von Salaten – doch bislang liefert diese Strategie keine bewegenden Erfolge.

Platz 8: General Electric
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Zwischen General Electric und Siemens tobte lange der Kampf um den französischen Maschinenbaukonzern Alstom. Am Ende hatte GE das glücklichere Händchen. Beim Markenwerte-Ranking hat es dem US-Mischkonzern aber nicht wirklich geholfen. Verglichen mit 2014 sinkt der Markenwert um sieben Prozent auf 42,3 Milliarden Dollar.

Platz 7: Samsung
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Im Kampf gegen Apple um die Smartphone-Krone scheint Samsung ein wenig die Luft auszugehen. Zwar verkaufen die Südkoreaner weltweit die meisten Smartphones, doch hinsichtlich des Markenwertes kann Samsung den Kaliforniern nicht das Wasser reichen. Samsung baut zwar von den technischen Aspekten gesehen bereits bessere Handys als Apple, doch noch immer besitzt das südkoreanische Unternehmen nicht die Strahlkraft, wie der „i-Konzern“. Bezeichnend dafür ist das Markenwert-Ranking. So konnte Samsung im laufenden Jahr seinen Markenwert nicht verbessern. Er stagniert bei 45,3 Milliarden Dollar.

Platz 6: Toyota
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Der VW-Skandal könnte eine Chance für Toyota werden. Der weltweit größte Autobauer, der Anfang des Jahres bereits den Atem der herangaloppierenden Wolfsburger gespürt hat, kann nun den Abstand wieder vergrößern – vor allem in den USA. Wo Toyota ohnehin weit mehr Autos verkauft als VW, stellt der deutsche Konkurrent nun kaum noch eine Konkurrenz dar. Die aktuellen Entwicklungen spiegeln sich auch im Ranking wider. Während VW deutlich an Wert verliert, kann Toyota rund 16 Prozent zulegen auf 49,0 Milliarden Dollar.

Platz 5: IBM
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IBM befindet sich seit dem Verkauf des Computergeschäfts noch immer in einer Findungsphase. Der Konzern bietet Cloud-Lösungen an und berät IT-Unternehmen. Weltweit beschäftigt IBM knapp 380.000 Mitarbeiter. Der Markenwert sinkt um zehn Prozent auf 65,1 Milliarden Dollar.

Platz 4: Microsoft
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Mit Windows 8.1 wollte Microsoft den großen Wurf auf den Markt bringen. Ein Betriebssystem, das sowohl für Desktop- als auch für Tabletanwendungen genutzt werden sollte. Doch der Coup ging nach hinten los. Mit Windows 10 will der Softwarekonzern nun alles besser machen – und das scheint zu gelingen. Das Betriebssystem wirkt ausgereifter als die Version 8.1 und was viele Nutzer besonders erleichtert; Windows 10 hat wieder einen Start-Button. Der Markenwert steigt im laufenden Jahr daher um elf Prozent auf 67,7 Milliarden Dollar.

Die vor wenigen Jahren erbitterten Patentkonflikte in der Mobilfunk-Branche sind inzwischen merklich abgeflaut, vor allem weil Apple und Samsung einen Großteil ihrer gegenseitigen Klagen zurückzogen. Es werden nur noch Verfahren in den USA durch die Instanzen gefochten.

Apple war auch schon von Nokia wegen der Verletzung von mehr als 40 Patenten verklagt worden, auch dabei ging es um Mobilfunk-Standards. Die Unternehmen einigten sich nach rund zwei Jahren im Sommer 2011. Nokia gab damals ebenfalls an, man werde Zahlungen von Apple bekommen, die genauen Konditionen wurden aber nicht genannt.

  • dpa
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