Gute Aussichten für 2005/2006
Sony mit deutlichem Gewinnplus

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat den Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Unterhaltungselektronik rechnet auch 2005 wieder mit steigenden Erlösen.

HB TOKIO. Sony hat seinen operativen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 (per Ende März) um 15 % gesteigert. Dabei profitierte das Unternehmen besonders von der positiven Entwicklung der Film- und Musiksparte, die die weiterhin schwachen Geschäfte im Elektronikbereich mehr als ausglich.

In den zwölf Monaten sei der operative Gewinn auf 113,92 Mrd. Yen (rund 828 Mill. €) geklettert, teilte Sony am Mittwoch mit. Befragte Analysten hatten im Schnitt mit lediglich 109 Mrd. Yen gerechnet. Für das laufende Geschäftsjahr 2005/06 prognostizierte das Unternehmen einen Anstieg um 40 % auf 160 Mrd. Yen. Der Umsatz solle zudem um vier Prozent steigen auf 7,45 Billionen Yen.

Vor allem der Erfolg des Films „Spider-Man 2“ habe zu dem Gewinnanstieg beigetragen, teilte Sony mit. Auch sei der Konzern in der Musiksparte in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im Finanzbereich verzeichnete das Unternehmen einen kleinen Anstieg beim operativen Gewinn. In der Elektroniksparte, die rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht, drückten den Angaben nach sinkende Produktpreise für DVDs, Fernseher und Videokameras auf die Gewinnmargen: Dort ergab sich 2004/05 ein operativer Verlust von 34,3 Mrd. Yen, wie Sony mitteilte. Nach Firmenangaben wird die Sparte wahrscheinlich auch im Geschäftsjahr 2005/06 rote Zahlen schreiben. Das wäre das dritte Jahr in Folge. Sony-Konkurrenten wie Matsushita Electric und Sharp würden ihre Kosten besser kontrollieren, sagte Analysten.

Im Markt für tragbare Musikabspielgeräte kämpft das Unternehmen weiter gegen harte Konkurrenz, vor allem vom US-Computerkonzern Apple. Dieser hat den Erfinder des Walkman mit seinem erfolgreichen digitalen und tragbaren Musikabspielgerät iPod und dem iTunes Online-Musikportal in dem Markt bereits an den Rand gedrängt.

Im Spielesektor war der Erlös im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,5 % auf 729,7 Mrd. Yen gesunken. Als Grund nannte Sony die strategische Preiskürzung bei seiner Videospiele-Konsole Playstation 2. Im vierten Quartal war der Nettoverlust mit 56,5 Mrd. Yen allerdings wegen des erfolgreichen Starts von Sonys erster mobiler Konsole Playstation Portable (PSP) geringer ausgefallen alt erwartet. Sony macht mit dem Gerät zum Abspielen von Musik, Spielen und Filmen erstmals Nintendo im Markt mobiler Konsolen Konkurrenz. Nach der Einführung in den USA Ende März hatte Sony dort in der ersten Woche rund 600 000 Einheiten verkauft. Im laufenden Geschäftsjahr hofft Sony, insgesamt 12 Millionen der portablen Geräte abzusetzen.

Sony befindet sich im dritten Jahr einer Restrukturierung mit dem Ziel, 330 Mrd. Yen an festen Kosten einzusparen. Vergangenen Monat ernannte Sony Howard Stringer zum neuen Firmenchef (CEO). Vorausgesetzt er erhält die Rückendeckung der Aktionäre im Juni, würde Stringer Sonys erster nicht-japanischer CEO. Er ist derzeit Leiter der US-Geschäfte bei Sony.

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