Gute Zwischenbilanz
Kontron erhöht abermals Prognose

Der Minicomputer-Hersteller Kontron hat seinen Jahresausblick nach überraschend stark gestiegenen Quartalszahlen erneut aufgestockt. Auch auf 2007 blickt Unternehmenschef Hannes Niederhauser optimistisch.

dpa-afx ECHING. "Nächstes Jahr sollte sich das Wachstum verglichen mit dem laufenden Jahr nicht maßgeblich ändern und prozentual zweistellig ausfallen", sagte er am Mittwochabend der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Der Gewinn wird schneller wachsen als der Umsatz." Kontron setzt dabei auch auf seine neue Fertigung im Niedriglohnland Malaysia.

Im laufenden Jahr peilt Kontron nun Zuwächse von "deutlich" mehr als 15 Prozent an. Damit werde der Umsatz 2006 "deutlich" über 345 Mill. Euro und der operative Gewinn (Ebit) "deutlich" mehr als 26 Mill. Euro liegen. In den ersten neun Monaten wuchs der Umsatz bereits auf 286,4 (Vorjahr 207,0) Mill. Euro, während der operative Gewinn auf 20,6 (14,2) Mill. Euro kletterte. Das gab Kontron am Abend per Pflichtmitteilung bekannt. Die im TecDax notierte Aktie der Gesellschaft war zuvor mit einem Minus von 5,00 Prozent auf 10,44 Euro als Index-Schlusslicht aus dem Handel gegangen.

Ursprünglich hatte Kontron für das laufende Jahr ein Umsatz- und Gewinn-Plus von je zehn Prozent in Aussicht gestellt und diese Ziele dann Ende Juli auf je 15 Prozent erhöht. Wie hoch die Zuwächse nun ausfallen könnten, wollte Kontron-Chef Niederhauser auf Nachfrage nicht sagen. Die Echinger blicken derweil auch zuversichtlich auf die folgenden Jahre. Alle Anzeichen deuteten auf ein "weiterhin nachhaltiges, kräftiges Wachstum" hin. Seinen Optimismus begründete der Hersteller von Minicomputern mit dem neuen Produktionsstandort in Malaysia.

In der malaysischen Stadt Penang verfüge Kontron für die nächsten Jahre nicht nur über ausreichende Produktionskapazitäten, sondern ebenso zunehmend erhebliche Kostenvorteile, betonten die Echinger. "Die weitere Steigerung der Ertragskraft auf eine zweistellige Ebit-Marge ist deswegen neben dem gesunden Umsatzwachstum aus eigener Kraft das zentrale Ziel der Kontron AG." Der Hauptstandort von Kontron ist in Eching (bei München). Die Gesellschaft hat weitere Standorte in Kaufbeuren, Deggendorf, Minneapolis und San Diego (USA), Montreal, Taipeh (Taiwan), Moskau und Peking.

Übernahmen schloss Niederhauser aus. "Akquisitionen wird Kontron nicht machen", sagte er der dpa-AFX. "Wir haben genügend mit dem operativen Wachstum zu tun. Und unser Auftragsbestand ist gut genug." Der Auftragseingang stieg im Berichtsquartal um 40 Prozent auf 120 Mill. Euro, der Auftragsbestand wuchs auf 220 Mill. Euro. Im abgelaufenen dritten Quartal verbuchte Kontron laut Niederhauser 68 Design Wins mit einem Gesamtwert von 51 Mill. Euro. "Das deutet auf weiteres Wachstum hin." Design Wins sind bei Kontron Entwicklungsaufträge im Wert von mindestens einer Million Euro.

Der Umsatz schnellte im dritten Quartal 2006 um mehr als 40 Prozent auf 106,5 Mill. Euro hoch und knackte damit erstmals die 100-Millionen-Euro-Marke, wie Kontron am Abend bekannt gab. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten lediglich einen Anstieg auf 96,52 Mill. Euro erwartet. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte im Jahresvergleich von 5,7 auf 8,8 Mill. Euro (Prognose 8,4 Mill. Euro). Der Überschuss legte von 4,1 auf 6,6 Mill. Euro zu (Prognose 5,82 Mill. Euro).

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