Gutes Geschäft in Deutschland
Bang & Olufsen hat die Wende geschafft

Steigender Umsatz und sprudelnde Gewinne führen zu überbordenden Erwartungen. Diese aber konnte Bang & Olufsen, führender Hersteller von edlen Geräten der Unterhaltungselektronik, mit seinem Halbjahresergebnis nicht erfüllen.

MÜNCHEN/STOCKHOLM. Trotz eines Vorsteuergewinns von umgerechnet 24,8 Mill. Euro im ersten Halbjahr 2005/2006 gab die Aktie des dänischen Vorzeigeunternehmens daher gestern um drei Prozent nach. Die hoch gesteckten Erwartungen der Börse sind das Ergebnis einer beeindruckenden Umbaus, den das Unternehmen in den vergangenen Jahren vollzogen hat. Stand der Aktienkurs auf dem Höhepunkt der Krise vor drei Jahren noch bei 16 Euro, so notiert das Papier mittlerweile bei 86 Euro.

Traditionell baut Bang & Olufsen hochwertige Hifi-Geräte, Lautsprechersysteme und Fernseher. Während der Konzern in den Achtziger und Neunziger Jahren vor allem in Deutschland kräftig zulegen konnte, erwischte der Konjunktureinbruch nach 2000 die Dänen hier zu Lande eiskalt: Im Geschäftsjahr 2002/2003 brach der Umsatz um sechs Prozent ein, ein Jahr später gar um neun Prozent.

Auch mit den aufkommenden Flachbildfernsehern hatten die Dänen ihre Probleme; Bang & Olufsen war einer der letzten Anbieter, die Plasma- und LCD-Fernseher überhaupt ins Programm nahmen. Drei Jahre nach ihrer Einführung bei B&O sind bereits über 90 Prozent Flachbildfernseher. Die Display-Technik kommt vom koreanischen Samsung-Konzern. Die Produktion von Röhrengeräten dagegem soll Ende dieses Jahres ganz eingestellt werden.

Die Flachbildfernseher aber sorgen jetzt für glänzende Geschäfte. Im zurückliegenden Halbjahr setzte B&O umgerechnet 258 Mill. Euro (Plus 12 Prozent) um. Besonders erfolgreich waren die Dänen in den Niederlanden und der Schweiz, wo der Umsatz um jeweils mehr als 26 Prozent zulegte. Auch die Entwicklung auf dem deutschen Markt, dem drittgrößten für das Unternehmen, beurteilte B&O-Chef Torben Ballegard Sørensen positiv. Vor allem der wichtige Monat Dezember sei „gut gelaufen“. B&O legte in Deutschland im ersten Halbjahr um 21 Prozent zu.

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