Gutes Musikgeschäft lässt Gewinn steigen
Bei Bertelsmann ist wieder Musik im Geschäft

Der Gütersloher Bertelsmann-Konzern hat seine Erträge im ersten Quartal dieses Jahres deutlich verbessert. Dies ist insbesondere dem anhaltenden Aufwärtstrend in der Musiksparte BMG zu verdanken. Für das Gesamtjahr erwartet der weltweit viertgrößte Medienkonzern weiterhin eine bessere Geschäftsentwicklung als im Vorjahr.

HB DÜSSELDORF. Als Grund für das bessere Ergebnis nannte Finanzvorstand Siegfried Luther am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters vor allem eine positive Entwicklung bei der Musiksparte BMG. Deren Chef Rolf Schmidt-Holtz hatte bereits Ende März angekündigt, die Musiksparte werde im ersten Quartal das beste Ergebnis in ihrer Geschichte verbuchen.

Bertelsmann erzielte beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern im ersten Quartal einen Gewinn von 111 Mill. € nach einem Verlust von 75 Mill. € im Vorjahresquartal. Der Jahresüberschuss stieg auf 39 (minus 397) Mill. €. Der Umsatz lag mit 3,79 (3,934) Mrd. € leicht unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um Wechselkurseffekte und den Verkauf von Unternehmensteilen wie Bertelsmann Springer wäre der Umsatz aber um drei Prozent gestiegen, hob der Konzern hervor.

Für das Gesamtjahr rechne Bertelsmann weiterhin mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses und einem Umsatzwachstum, sagte Finanzvorstand Luther. Eine Prognose für das Halbjahres-Ergebnis wollte er nicht abgeben. Dazu sei die Entwicklung im Anzeigengeschäft noch zu ungewiss. „Wir müssen in vielen Geschäften feststellen, dass die „Visibility' nach wie vor sehr schlecht ist.“Dies gelte gerade für das Geschäft mit der TV-Werbung, aber auch im Zeitschriftenbereich sei das Buchungsverhalten der Anzeigenkunden nach wie vor sehr kurzfristig. „Das liegt immer noch an der Unsicherheit über die konjunkturelle Situation,“ sagte Luther.

Konzernchef Gunter Thielen hatte im Sommer 2002 die Führung der Mediengruppe übernommen und eine Konsolidierungsphase eingeleitet, nachdem sein Vorgänger Thomas Middelhoff einen aggressiven Expansionskurs gefahren hatte. Unter anderem hatte Thielen den Wissenschaftsverlag Bertelsmann Springer verkauft. Auch deshalb hatte Bertelsmann sein operatives Ergebnis (Ebita) im vergangenen Jahr um 20 % auf 1,123 Mrd. € gesteigert.

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