Gutes Verhältnis mit Vivendi betont
Vodafone-Chef liebäugelt mit Vivendi-Übernahme

Arun Sarin, Chef des weltgrößten Mobilfunkkonzerns Vodafone, will derzeit ein Übernahmeangebot für den französisch-amerikanischen Medien- und Telekomkonzern Vivendi Universal nicht ausschließen. Auf diesem käme Vodafone endlich zur mehrheit an der Telekomtochter SFR.

HB LONDON. „Das ist nicht unsere erste Präferenz, das ist nicht unsere zweite Präferenz ... Ich kann aber nicht sagen, dass wir diese Option ausschließen wollen“, sagte Vodafone-Chef Arun Sarin am Mittwoch in London. Mit einer Übernahme könnte sich Vodafone die Kontrolle an der Vivendi-Telekomtochter SFR sichern, an dem die Briten bislang rund 44 % der Anteile halten. Im vergangenen Jahr war der Konzern bereits mit dem Versuch gescheitert, bei SFR die Kontrolle zu übernehmen. Vivendi betrachtet die Tochterfirma als Teil seines Kerngeschäfts.

Vivendi-Aktien reagierten mit einem Kursplus von bis zu 2,4 %. Am Abend wurden sie noch 1,3 % höher bei 19,43 € gehandelt. Vodafone-Aktien verloren 0,7 %.

Unter dem früheren Firmenchef Chris Gent hat sich Vodafone den Ruf erworben, eine aggressive Expansionsstrategie zu verfolgen, wie etwa bei der feindlichen Übernahme des deutschen Telekomkonzerns Mannesmann im Jahr 2000. Sarin, der im Juli die Führung des Konzerns von Gent übernahm, betonte aber das gute Verhältnis mit Vivendi. „Wir sind sehr glücklich und gute Partner“, sagte er. Dies solle so bleiben.

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