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Hackerangriff: Angeblich nächste Sony-Website gehackt

Sony war schon im April Ziel eines Cyberangriffs. Damals klauten Internetpiraten die Kundenprofile von mehreren Millionen Playstationspielern. Jetzt soll es angeblich wieder zu einem Hackerangriff gekommen sein.

Ein Mann guckt sich Sony-Produkte in einem Kaufhaus in Tokio an. Quelle: Reuters
Ein Mann guckt sich Sony-Produkte in einem Kaufhaus in Tokio an. Quelle: Reuters

New York/BerlinSonys Ärger mit Hacker-Attacken findet kein Ende. Jetzt behauptet eine kleine Hacker-Gruppe, auf Servern des Filmstudios Sony Pictures Informationen zu einer Million Kunden geknackt zu haben.

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Zum Beweis veröffentlichte sie am Donnerstag eine Auswahl an Datensätzen im Internet. In Stichproben des US-Blogs "This Is My Next" erwiesen sich die Daten als authentisch. Dem Blog zufolge wurden 39 000 Kombinationen aus E-Mail-Adresse und Passwort sowie 12.500 mit E-Mail-Adresse, Passwort, Anschrift und Geburtsdatum ins Netz gestellt.

Die Gruppe namens "Lulz Security" hatte vor kurzem mehrfach von sich reden gemacht. Unter anderem hackte sie die Website der US-Castingshow "X-Factor" und mogelte auf der Seite des Senders PBS einen Artikel unter, wonach der 1996 getötete Rapper Tupac Shakur am Leben sei.

"Lulz Security" behauptete im Internet, dass die Seite von Sony Pictures extrem einfach zu knacken gewesen sei. Die Passwörter seien dort unverschlüsselt aufbewahrt worden, heißt es. Wegen mangelnder Ressourcen hätten die Hacker nur einen Teil der ihnen zugänglichen Informationen herunterladen können.

Von Sony hieß es zunächst lediglich, man gehe den Behauptungen nach. Mitte April hatten unbekannte Hacker die Sony-Netzwerke für Konsolen- und Computerspieler sowie den Film- und Musikdienst Qriocity geknackt. Dadurch bekamen sie Zugang zu mehr als 100 Millionen Kundendatensätzen.

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Das PlayStation-Netzwerk wurde am 20. April nach einem Hackerangriff abgeschaltet. Bei dem Angriff wurden möglicherweise Millionen Kundendaten gestohlen. Nach Konzernangaben waren auch Kreditkarteninformationen, E-Mail-Adressen und weitere personenbezogene Daten von insgesamt mehr als 100 Millionen Nutzern
betroffen.

In der vergangenen Woche hatte Sony mitgeteilt, dass es nach Auskunft von Kreditkartenfirmen keine Zunahme von betrügerischen Transaktionen im Zusammenhang mit dem Angriff gegeben habe. Sony hatte bereits am 15. Mai mit der Wiederherstellung des PlayStation-Netzwerks in Europa sowie den USA begonnen. Eine vollständige Wiederherstellung bedeute aber unter anderem auch den Zugang zum Playstation Store, sagte der Konzern. Der Schaden des Hackerangriffs beläuft sich für Sony auf 14 Milliarden Yen (knapp 120 Millionen Euro).
HB/dpa/AP

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