Halbjahres-Bilanz
Fujitsu Siemens bricht der Gewinn weg

Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2006/2007, das Ende März endet, ist für den Computerhersteller Fujitsu Siemens (FSC) schlecht gelaufen. Der Gewinn ging drastisch zurück. Das hat Konsequenzen – auch für die Belegschaft.

HB MÜNCHEN. Das Ergebnis vor Steuern sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 27 auf 4 Mill. Euro zurückgegangen, teilte das Gemeinschaftsunternehmen der japanischen Fujitsu und von Siemens am Montag mit. Restrukturierungskosten von 14 Mill. Euro hätten das Vorsteuerergebnis stark belastet; rein operativ hätte der Gewinn 18 Mill. Euro betragen. Hingegen habe der Umsatz im ersten Halbjahr von 2,87 auf 3,1 Mrd. Euro zugelegt. FSC hatte erst kürzlich den Computerwartungsbereich PRS der Siemens-IT-Sparte SBS übernommen, was den Umsatz in die Höhe trieb.

„Der Preiskampf ist dramatisch“, sagte Konzernchef Bernd Bischoff zur Begründung des schlechten Ergebnisses. Er kündigte an, sein einschneidendes Sparprogramm fortzusetzen. „Ein Einsparungs- und Restrukturierungsprogramm soll profitables Wachstum sicherstellen. FSC plant bis März 2007 in seiner Vertriebsregion Europa, Naher Osten und Afrika weiterhin eine starke Kostenkontrolle, die auch die Personalkosten betrifft“, erklärte er.

Der Marktanteil in Europa sank leicht auf rund 9,5 Prozent. Bischoff sieht dennoch keinen Grund zur Beunruhigung. „Wir haben in einem mehr als schwierigen Marktumfeld unsere Position behauptet.“ Zum ersten Mal in der Geschichte führe das gute gesamtwirtschaftliche Umfeld nicht automatisch zu einer steigenden Nachfrage im IT-Sektor. „Wir richten unser Unternehmen mit den richtigen Entscheidungen auf einen langfristig harten Wettbewerb aus.“ Ein wichtiger Baustein sei dabei der Ausbau des Servicegeschäfts.

FSC hat bereits angekündigt, bis Herbst 2007 in Deutschland 300 Stellen streichen; dabei soll die Fluktuation genutzt werden. Grund für den Abbau sei das schlecht laufende Geschäft. Die gemeinsame Tochter von Fujitsu und Siemens beschäftigt den Angaben zufolge insgesamt 6 800 Mitarbeiter. Um Kosten zu senken, laufen seit Monaten Gespräche über eine Verlängerung der Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden in seinen Werken in Augsburg und dem thüringischen Sömmerda. Bischoff zeigte sich zuversichtlich, dass die Verhandlungen mit der IG Metall über eine Verlängerung der Arbeitszeit und Kürzungen bei Sonderzahlungen zu einem erfolgreichen Abschluss kommen.

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