Halbjahresbilanz
Kabel Deutschland steckt weiter tief in roten Zahlen

Kosten für den Netzausbau für Internet und Telefonie und die Gewinnung von Kunden halten Deutschlands größten Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) in den roten Zahlen.

HB FRANKFURT. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2006/07 (per Ende März) lief sich der Verlust von 24,5 Mill. Euro auf, wie KDG am Mittwoch in München mitteilte. Im ersten Quartal hatte das Defizit 15,8 Mill. Euro betragen. Nach früheren Aussagen von KDG-Chef Christof Wahl will KDG Anfang 2008 die „Null-Linie“ durchstoßen.

Das operative Ergebnis (Ebitda) ging im ersten Halbjahr im Vorjahresvergleich auf 185,6 Mill. von 215,4 Mill. Euro zurück, die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) sank auf 34,4 von 43 Prozent. KDG sprach von einem starken Wachstum bei der Vermarktung der digitalen TV-Pakete sowie im Internet- und Telefonangebot über die Kabelfernseh-Dose. Der Umsatz im Abonnentengeschäft sei im ersten Halbjahr um knapp neun Prozent auf 467,4 Mill. Euro gestiegen. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um acht Prozent auf knapp 540 Mill. Euro. Die Zahl der Kabelkunden ging jedoch im Jahresvergleich auf 9,53 Mill. von 9,57 Mill. zurück.

Im vergangenen Jahr steckte KDG 152 Mill. Euro in den Aufbau der Infrastruktur, im laufenden Jahr sollen es bis zu 220 Mill. Euro werden. Der Betreiber rüstet seine Netze auf, um neben Fernsehen auch Internet und Telefonie über Kabel anbieten zu können, und baut sein digitales Bezahl-Programm aus. Wahl sagte, nun müssten die Weichen gestellt werden, um in Zukunft im harten Wettbewerb im Fernsehmarkt sowie in der Telekommunikation erfolgreich zu sein. Telekommunikationsunternehmen wie die Deutsche Telekom drängen ihrerseits mit gebündelten Angeboten aus Internet, Telefonie und Internet-Fernsehen in das Ursprungs-Geschäft von Kabelanbietern.

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