Halbleiter
Chipkonzern Infineon gerät in den Abwärtssog

Der bayerische Halbleiterkonzern bekommt den Abschwung zu spüren. Das Unternehmen verpasste im abgelaufenen Quartal seine eigenen Prognose. Das schwere Erbe von Qimonda lastet auf dem Unternehmen.
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MünchenDer bayerische Halbleiterkonzern Infineon gerät in den Sog des beginnenden Abschwungs. Das Unternehmen verpasste mit einem operativen Ergebnis von 195 Millionen im abgelaufenen Quartal seine eigene Prognose, wie Infineon am Freitag mitteilte.

Ursprünglich hatte der Chipspezialist einen Betriebsgewinn von etwa 212 Millionen Euro wie im Vorquartal angepeilt. Der Umsatz stagnierte bei gut 1,04 Milliarden Euro. „Konjunkturelle Unsicherheiten in Anbetracht der europäischen Schuldenkrise sowie die daraus resultierenden Turbulenzen an den Finanzmärkten führten im Quartalsverlauf zu mehr Vorsicht bei den Kunden“, hieß es. Das habe ein Umsatzplus verhindert.

Zudem seien Serviceverträge ausgelaufen, die Infineon noch mit seiner einstigen Mobilfunksparte hatte, die mittlerweile zu Intel gehört. Die Aktie gab um rund drei Prozent auf 6,16 Euro nach und war damit einer der größten Dax-Verlierer.

Zudem verhagelt dem Konzern einmal mehr die Pleite seiner einstigen Speicherchiptochter Qimonda die Bilanz. Infineon stellte weitere 150 Millionen Euro für Forderungen des Insolvenzverwalters zurück. Der Vertreter der Gläubiger habe im letzten Vierteljahr seine Ansprüche konkretisiert. Die einstige Mutter habe nun die drohenden Folgen in Summe für sich errechnet.

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Folgen der Qimonda-Pleite

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