Halbleiter-Konzern
Infineon weitet Kurzarbeit aus

Der Halbleiter-Konzern Infineon weitet die Kurzarbeit auf alle deutschen Standorte aus. Ab dem 1. April würden auch Beschäftigte in München und mehreren kleineren Dependancen weniger arbeiten.

HB MÜNCHEN. Mit den Arbeitnehmervertretern sei eine entsprechende Vereinbarung getroffen worden. Über diese wurde seit einem Monat verhandelt.

Nach Angaben eines Sprechers sind von der Regelung, die für sechs Monate gilt, knapp 4 200 Beschäftigte betroffen. Der Umfang der Kurzarbeit könne schlimmstenfalls bei 100 Prozent liegen, ließ das Unternehmen wissen. „Es ist derzeit aber nicht abzusehen, dass wir soweit gehen müssen“, sagte der Sprecher. Im Schnitt sollen vier Fünftel der Produktion aufrecht erhalten werden. Die Aktie gab zwischenzeitlich einen Teil ihrer Gewinne wieder ab, notierte am Nachmittag aber 8,75 im Plus bei 0,435 Euro.

Die Beschäftigten in Dresden, Warstein und Regensburg arbeiten bereits seit Jahresbeginn kurz. Zusammen mit den beiden Standorten in München und den Ablegern in Augsburg, Erlangen, Großostheim, Hannover, Nürnberg und Ulm sind damit nach Angaben des Unternehmens rund 9 000 Mitarbeiter in Deutschland von Kurzarbeit betroffen.

Weltweit arbeiten gut 29 000 Menschen für Infineon. Auch in ausländischen Werken hat das Unternehmen die Produktion schon zurückgefahren. Infolge der Wirtschaftskrise war die Nachfrage nach Chips dramatisch eingebrochen, eine Besserung ist nicht in Sicht. Konzernchef Peter Bauer hat deshalb ein Sparprogramm samt Stellenstreichungen aufgelegt. An roten Zahlen im Gesamtjahr, so schätzt er, komme Infineon dennoch nicht vorbei.

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