Halbleiterhersteller verschwinden reihenweise
Halbleiterindustrie erholt sich nicht

Vier von zehn Halbleiter-Herstellern werden in den kommenden zehn Jahren vom Markt verschwinden. Das prognostiziert das Marktforschungsinstituts Gartner. Auch der Umsatz mit Halbleitern schwächt sich nach Angaben des Branchenverbandes Zvei weiter ab.

HB SAN FRANCISCO. Zu viele Wettbewerber tummeln sich nach Einschätzung Gartners derzeit auf dem Markt. Diese Einschätzung äußerten die Marktforscher am Montag auf dem Jahrestreffen der Halbleiterindustrie in San Francisco. Die Zahl der Anbieter habe sich von 120 Mitte der 80er Jahre auf 550 in 2003 erhöht. Dieser Prozess werde sich nun umkehren. Die Halbleiterindustrie stehe vor einer weit reichenden Konsolidierung.

In die Mikroprozessoren werden immer mehr Komponenten integriert. Die Chips werden dadurch schneller und besser, aber die Preise dürften sich auf Grund des Konkurrenzdrucks im gleichen Zug verringern. „Komplexere Designs, zunehmender Content und größere Flexibilität bedeuten aber auch, dass weniger Mitbewerber solche Chips künftig liefern können“, sagte Jim Tully, Forschungsleiter bei Gartner. Während die Produktionsanlagen immer größer und teurer würden, würde sich diese Entwicklung nicht in gleichem Maße auf die Chip-Preise auswirken.

Bis 2013 werden nach Einschätzung der Marktforscher mehr als 50 Prozent der Halbleiterumsätze auf dem Verbrauchermarkt erwirtschaftet werden. Dieser sei aber schwerer einschätzbar und stärker abhängig von Trends als der Business-Markt. Zugleich seien hier niedrigere Margen zu erzielen.

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