Hamburger Morgenpost übernommen
Montgomery sammelt deutsche Zeitungen

David Montgomery hat erneut zugeschlagen und übernimmt nach dem Berliner Verlag nun auch die Boulevardzeitung „Hamburger Morgenpost“. Damit kommt der britische Finanzinvestor mit dem Aufbau einer eigenen Zeitungskette in Deutschland voran. Zusammen kommen die von ihm kontrollierten Zeitungen bereits auf eine Jahresauflage von mehr als 400 000 Stück.

HB HAMBURG. Montgomery unterzeichnete am Freitag zusammen mit Co-Investoren einen Vertrag zum Kauf des Hamburger Traditionsblattes „Hamburger Morgenpost“. Zugleich kündigte er weitere Zukäufe an. „Wir werden unsere Zeitungsgruppe sowohl durch organisatorisches Wachstum als auch durch weitere Akquisitionen ausbauen“, erklärte er.

Montgomery Mecom Group war im Verbund mit der US-Investorengruppe Veronis Suhler Stevenson (VSS) im vergangenen Jahr beim Berliner Zeitungsverlag eingestiegen, der die „Berliner Zeitung“ und den „Berliner Kurier“ herausgibt. Ein Verlagssprecher gab die Auflagen der Berliner Zeitung mit 184 000 und die des Berliner Kuriers mit 132 000 Zeitungen an. Die Hamburger Morgenpost rangiert bei 111 000 Exemplaren.

Als Ziel hatte Montgomery im vergangenen Oktober angegeben, den Berliner Verlag zu stärken und als Basis für den Aufbau eines Medienunternehmens in Deutschland zu etablieren. „Nur zwei Monate später setzen wir diese Strategie mit unserem Engagement bei der Hamburger Morgenpost folgerichtig fort“ teilte Montgomery nun mit. Es handele sich um langfristig angelegte Investments, betonte er zudem.

Zum Kaufpreis für die Hamburger Morgenpost machten weder Montgomery noch die bisherigen Eigner der MoPo, Hans Barlach und Josef Depenbrock, Angaben. In der Branche gilt es als üblich, als Grundlage für Verhandlungen den Jahresumsatz als Anhaltspunkt zu nehmen. Die MoPo erlöste zuletzt 20 Mill. Euro. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt, dass das Bundeskartellamt zustimmt.

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