Handy-Spiele
Nintendo will mit Super Mario in der Smartphone-Ära ankommen

Nintendo sperrte sich lange dagegen, seine Spiele auf Smartphones zu bringen. Jetzt versucht es, den Markt nach den eigenen Spielregeln zu betreten. Die Kultfigur Super Mario übernimmt die Vorreiter-Rolle.
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TokioWenn am Donnerstag zum ersten Mal Nintendos Super Mario über einen iPhone-Bildschirm hüpft, geht es um viel mehr als nur ein Handy-Spiel. Die japanische Traditionsfirma wagt einen Schritt, der ihr den Weg in die Zukunft weg von den heutigen Problemen ebnen könnte – oder möglicherweise auch rapide die Grundlagen ihres heutigen Geschäftsmodells aushöhlt.

Es ist bald ein Jahrzehnt her, dass Apple mit dem iPhone den Grundstein für den heutigen Smartphone-Markt legte. Doch Nintendo weigerte sich bis jetzt hartnäckig, seine beliebten Spielefiguren auf die Computer-Handys zu bringen. Die Japaner hofften auf die Anziehungskraft von Super Mario, Zelda und Co. – wer damit spielen will, muss sich eine Nintendo-Konsole kaufen. Außerdem bekommt man beim Verkauf eines Konsolen-Spiels gleich seine 40 bis 60 Euro oder Dollar.

Bei den Smartphone-Games hat sich dagegen das „Free-to-Play“-Modell durchgesetzt, bei dem das Spiel an sich kostenlos ist und die Anbieter dann versuchen, das Geld über virtuelle Artikel oder Hilfe beim Weiterkommen zu verdienen. Einige wenige Games wie „Candy Crush“ sammeln so viele Millionen ein, für viele andere ist es ein zähes Geschäft.

Nintendo versucht nun, den Smartphone-Markt nach eigenen Spielregeln zu betreten. Ein Anfangsteil von „Super Mario Run“ ist kostenlos. Will man das Spiel komplett durchspielen, werden einmalig 9,99 Euro oder Dollar fällig. Das ist viel mehr als heute bei einem Handy-Spiel üblich ist. Dafür betont Nintendo aber auch, dass es keine weiteren Kosten geben werde. Und der Konzern vertraut darauf, dass die Leute Mario auf ihrem iPhone haben wollen - zunächst gibt es das Spiel nur für Apple-Telefone.

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Der schwierige Spagat für Nintendo

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