Handyausrüster sammelt Geld ein
Balda plant Kapitalerhöhung

Der Handyausrüster Balda will sein Kapital um bis zu zehn Prozent seines Grundkapitals erhöhen. Mit dem frischen Geld soll die Kapitalbasis zur Finanzierung der strategischen Ziele in den Geschäftsbereichen Infocom, Medizintechnik (Medical) und Cockpitsysteme (Automotive) gestärkt werden.

HB DÜSSELDORF. Um das Umsatzziel von 500 Mill. € bis zum Jahr 2007 zu erreichen, plane der Vorstand auch Zukäufe und benötige dafür frisches Kapital, begründete ein Firmensprecher am Dienstag die Pläne der in Bad Oeynhausen ansässigen Gesellschaft. Allein durch organisches Wachstum sei das Umsatzziel nicht zu erreichen. „Aktuell ist aber nichts in der Pipeline“, fügte der Sprecher hinzu. Durch die Kapitalmaßnahme könnten Balda rund 20 Mill. € zufließen.

Balda kündigte am Morgen eine Kapitalerhöhung um bis zu zehn Prozent oder 3,3 Mill. Aktien gegen Bareinlagen an. Die internationale Privatplatzierung richte sich an institutionelle Anleger außerhalb der USA, Kanadas und Japans. Preis und Volumen der Emission würden voraussichtlich bis Mittwoch auf Basis eines Bookbuilding-Verfahrens ermittelt. Das Bezugsrecht der Alt-Aktionäre sei ausgeschlossen. Die Transaktion stehe unter der Leitung von Sal. Oppenheim und werde von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) begleitet.

Auf Grund einer über den Erwartungen liegenden Entwicklung im Bereich Infocom (Handyschalen) strebt Balda für das Gesamtjahr 2003 früheren Angaben zufolge einen Umsatzanstieg um 30 % auf 255 bis 260 Mill. € an sowie eine Verbesserung des Vorsteuerergebnis (Ebt) um 80 % auf 17 Mill. €. Außerdem setzt Balda auf das traditionell starke Weihnachtsgeschäft. Im dritten Quartal hatte das Unternehmen ein Gewinnplus vor Steuern um fast 45 % auf 5,6 Mill. € bei einem Umsatzanstieg um rund 42 % auf 74,6 Mill. € ausgewiesen. Die Aktie gab am Vormittag fast sechs Prozent auf 6,34 € nach.

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