Handybranche
Jetzt greift Apple Nokia an

Das iPhone verleiht dem US-Konzern Apple ungeahnten Schwung. Der drohende Konjunkturabschwung lässt Steve Jobs daher kalt. Er sieht sein Unternehmen inzwischen als drittgrößten Handyhersteller - direkt hinter Nokia und Samsung.

DÜSSELDORF. Diese beiden Botschaften wollte Steve Jobs unbedingt persönlich loswerden: "Wir sind der drittgrößte Handyhersteller der Welt", und: "Apple hat RIM geschlagen". Zum ersten Mal seit acht Jahren nahm Jobs wieder an einer Konferenz zur Bekanntgabe der Quartalszahlen teil. Eine Aufgabe, die sonst sein eher nüchterner Finanzchef Peter Oppenheimer erledigt. Die Zahlen, die Apple am vergangenen Dienstag veröffentlichte, klangen aber offenbar so gut, dass Jobs sie selbst verkünden wollte. Der amerikanische Computerhersteller steigerte den Gewinn um 26 Prozent auf 1,14 Mrd. Dollar, der Umsatz kletterte um 27 Prozent auf 7,9 Mrd. Dollar.

Den Ergebnissprung führte Jobs vor allem auf den guten Absatz der neuesten Generation seines iPhones zurück. Der Konzern verkaufte fast 6,9 Mio. Exemplare des Edel-Handys und damit zum ersten Mal mehr Geräte als der Konkurrent Research in Motion (RIM). Der Blackberry-Hersteller setzte im vergangenen Quartal lediglich 6,1 Mio. Smartphones ab. "Das ist ein wichtiger Meilenstein", kommentierte Jobs die Entwicklung, auch weil der Umsatz mit iPhones mit 4,6 Mrd. Dollar inzwischen den größten Anteil am Gesamtumsatz Apples ausmacht. Entsprechend betrachtet Jobs sein Unternehmen jetzt als drittgrößten Handyhersteller der Welt, hinter Nokia und Samsung.

"Nach Umsatz ist Apple tatsächlich weltweit die Nummer drei", sagt Martin Garner vom Technologieberater Ovum. Allerdings verkaufe Apple nur ein einziges Modell, nach Stückzahlen hätten sie deshalb gerade mal einen Marktanteil von einem Prozent. Auch Carolina Milanesi, Analystin beim IT-Marktforschungsinstitut Gartner warnt vor Übertreibungen: "Mit nur einem einzigen Gerät ist es schwierig, in Konkurrenz zu Massenanbietern wie Nokia oder Samsung zu treten."

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