Handygespräche teurer - Ortsgespräche billiger: Telekommunikationspreise leicht gestiegen

Handygespräche teurer - Ortsgespräche billiger
Telekommunikationspreise leicht gestiegen

Telefonieren ist im vergangenen Jahr in Deutschland etwas teurer geworden. Laut dem Statistischen Bundesamt steigen die Telekommunikationspreise im Durchschnitt des vergangenen Jahres gegenüber 2002 um 1,2 Prozent.

HB WIESBADEN. Insbesondere stiegen die Gebühren für Handy-Gespräche und Anschlüsse. Telefonieren per Handy wurde um 1,1 % teurer. Günstiger wurden vor allem Ortsgespräche. Ebenfalls preiswerter waren Auslandsgespräche und Internet-Surfen. Die Internet-Nutzung verbilligte sich im Schnitt um 1,3 %.

Die Anschluss- und Grundgebühren kletterten insgesamt um 5,8 %. Dabei schlug vor allem die Erhöhung des Grundbetrags für analoge Anschlüsse durch die Deutsche Telekom von 13,72 € auf 15,66 € durch. Die Kosten für Ortsgespräche sanken um 2,9 %. Dies führen Branchenkenner auf die Zulassung von Call-by-Call und Preselection im Ortsnetz zurück. Seit dem Frühjahr können Telekom- Kunden wahlweise oder dauerhaft auch über andere Anbieter Ortsgespräche führen.

Mehr als 80 % aller Telefonate im Ortsnetz gingen weiter über die Telekom. „Die Wechselbereitschaft ist immer noch gering“, sagte Eva-Maria Ritter, Sprecherin des Branchenverbands VATM, in dem die Telekom-Konkurrenten zusammengeschlossen sind. Beim schnellen Internet-Anschluss DSL liegt ihr Marktanteil sogar bei mehr als 90 %.

Seit der Liberalisierung sind die Telefonkosten nach VATM-Angaben insgesamt um 80 bis 90 % gesunken. Allerdings wird seither auch mehr telefoniert und gesurft. Mit weiteren kräftigen Preisveränderungen rechnen Telekommunikations-Experten in nächster Zeit nicht mehr.

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