Handyhersteller
Aktionär klagt Nokia wegen Erfolglosigkeit an

In der Hoffnung, Nokia würde mit Windows-Smartphones die Wende gelingen, investierte ein Aktionär in das Unternehmen. Nun hat er den Handyhersteller auf Wiedergutmachung für erlittene Kursverluste verklagt.
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New York/EspooNeuer Ärger für Nokia: Ein Aktionär hat den finnische Handyhersteller vor einem US-Gericht verklagt, weil es anhaltend Boden im boomenden Smartphone-Geschäft verliert. Der Anteilseigner verlangt Wiedergutmachung für erlittene Kursverluste - und das auch im Namen anderer Aktionäre. Das kann für Nokia teuer werden.

Die ohnehin am Boden liegende Aktie weitete am Freitag nach Bekanntwerden der Klage ihre Verluste aus. Sie verlor fast 10 Prozent. Der Konzern mühte sich in einer Erklärung am Nachmittag um Schadensbegrenzung: „Nokia prüft die Vorwürfe in der Klage, ist aber überzeugt, dass sie haltlos sind.“ Nokia werde sich wehren.

Kläger Robert Chmielinksi hatte Ende vergangenen Jahres Nokia-Aktien gekauft - nach eigenen Angaben in der Hoffnung, dass dem einstigen Weltmarktführer mit neuen Windows-Smartphones die Wende gelingt. Doch es kam anders: Nokia fuhr zu Jahresbeginn einen Verlust von 929 Millionen Euro ein. Der Start des Hoffnungs-Handys Lumia 900 wurde von einer Software-Panne überschattet.

Chmielinksi wirft dem Nokia-Management um Konzernchef Stephen Elop vor, die Lage schöngeredet zu haben. In der Klage ist von Betrug die Rede. Um seine Kursverluste wieder hereinzuholen, hat der Anleger die US-Kanzlei Robbins Geller beauftragt, die sich damit brüstet, in Wirtschaftsskandalen wie beim Energiekonzern Enron oder beim Telekomanbieter WorldCom Milliarden für die geschädigten Anleger herausgeholt zu haben.

Die Klage sei am Donnerstag vor dem Bezirksgericht von Manhattan eingereicht worden, teilten die Anwälte mit. Das ist möglich, weil Nokia auch an der Wall Street gehandelt wird über sogenannte American Depositary Shares (ADS), die sich im Grunde wie Aktien kaufen und verkaufen lassen. Die Kanzlei sucht nun weitere Nokia-Anteilseigner, die sich hintergangen fühlen.

Eine derartige Sammelklage ist gefürchtet, weil die Schadenssummen in die Höhe schießen. In der vorliegenden Klage wird keine Summe genannt. Das Gericht muss eine Sammelklage allerdings anerkennen. Solche Verfahren können sich über Jahre hinziehen und enden nicht selten in Vergleichen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Handyhersteller: Aktionär klagt Nokia wegen Erfolglosigkeit an"

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  • Hallo Sebastian, mit der Apple Aktie werden noch viele Apple Jünger mehr als 50% Verlust einfahren. Der jetzige Kursrückgang ist erst der Anfang und die Investment- und Private Equity Gesellschaften sind bei Apple schon längst auf der Verkäuferseite. Sie vertickern ihre Stücke nämlich gerade an naive und ahnungslose Privatinvestoren, die sich alle schon ein iPhone, iPad und iPod gekauft haben und glauben, dass die Bäume in den Himmel wachsen. Spanien, Portugal, Grossbritannien und US befinden sich bereits in der Rezession. Und wenn Apple einmal die vollkommen überzogenen Erwartungen nicht mehr erfüllt, fällt die Aktie wie ein Stein.

  • Liebe Nokia Redaktion, am 4. Mai 2012 wurde die Nokia Aktie Ex-Dividende notiert. Die Dividende beträgt 0,20 EUR und macht somit etwas mehr als 7% des angeblichen Kurssturzes aus. Das die Kläger ausgerechnet diesen Tag gewählt haben, um mit Hilfe von ahnungslosen Redakteuren Schlagzeilen zu produzieren und die Aktie auf immer unrealistischer Tiefs zu führen, deutet darauf hin dass hier die US Finanzmafia einen Hauptkonkurrenten zu Tiefstpreisen übernehmen, zerschlagen und den daraus resultierenden exorbitanten Gewinn auf Kosten der freien Aktionäre einstecken möchte. Hiervon bin ich auch deshalb überzeugt, weil vor wenigen Tagen JP Morgan mitteilen musste, dass das Unternehmen mehr als 5% von Nokia kontrolliert. Wahrscheinlich wird in wenigen Wochen ein Übernahmeangebot an die freien Aktionäre veröffentlicht, bei dem sie dieses werthaltige Unternehmen zu Tiefstpreisen an die Private-Equity Gesellschaften abtreten sollen, die wahrscheinlich in Absprache, mit Wisssen oder sogar im Auftrag eines oder mehrerer Konkurrenten gehandelt haben. So läuft das doch bei den Goldmännern und Konsorten. Nach der Übernahme und der Plünderung des Kassenstandes hagelt es natürlich Kaufempfehlungen.

  • Tja "auf´s falsche Pferd gesetzt..." so ist das an der Börse,mit Apple wär das nicht passiert...!

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