Handyhersteller
Sony Ericsson stößt in den Massenmarkt

In den knapp sechs Jahren seit seiner Gründung hat sich Sony Ericsson zu einer trendigen Marke für Musik- und Kamerahandys entwickelt. Doch nun will das Gemeinschaftsunternehmen mit dem erworbenen Image in den Massenmarkt vordringen. Dort ist der Wettbewerb allerdings härter.

LONDON / DÜSSELDORF. Der neue Chef des Handyherstellers Sony Ericsson steht vor der Aufgabe, das Unternehmen aus der erfolgreich beackerten Nische auf den Massenmarkt zu führen. Der erfahrene Unterhaltungselektronik- Manager Hideki Komiyama wird ab 1. November das Gemeinschaftsunternehmen des Sony-Konzerns mit dem schwedischen Telekom-Ausrüster Ericsson leiten.

Mit 64 ist er zehn Jahre älter als der scheidende Chef Miles Flint, doch Analysten sehen keine Anzeichen für einen erzwungenen Wechsel. Die nächsten Jahre würden allerdings kritisch: Die jüngsten Quartalszahlen wiesen bereits auf eine sinkende Profitabilität wegen einer Erweiterung der Produktpalette nach unten hin.

Sony Ericsson überraschte am gestrigen Dienstag mit der Ankündigung von Flints Abschied. Nichts hatte darauf hingedeutet, dass der 54-jährige Brite sich nach drei erfolgreichen Jahren an der Spitze des Unternehmens verabschieden wollte. Bis Jahresende wird er noch als Berater des Vorstands an Deck bleiben, um den Übergang zu erleichtern. Das werteten Analysten als Zeichen eines einvernehmlichen Übergangs.

Unter Flints Führung hat sich das vor knapp sechs Jahren gegründete Gemeinschaftsunternehmen zu einer trendigen Marke für Musik- und Kamerahandys entwickelt. Flint nutzte die bekannten Sony-Marken „Walkman“ und „Cybershot“ und holte sie in die Telefon-Welt. So machte er Sony Ericsson zum einem margenstarken Handy-Produzenten. Zugleich zog er am koreanischen Konkurrenten LG Electronics vorbei.

Doch nun will das Unternehmen mit dem erworbenen Image in den Massenmarkt vordringen. Dort ist der Wettbewerb allerdings härter und die Margen sind kleiner. Das wurde bereits in den Zahlen des zweiten Quartals deutlich, als der durchschnittliche Verkaufspreis für Sony-Ericsson-Handys um 20 Euro auf 125 Euro sank und der Gewinn hinter den Analystenschätzungen zurückblieb.

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