Handyschalen: Investor: Weiterverkauf von Balda-Produktion in Gefahr

Handyschalen
Investor: Weiterverkauf von Balda-Produktion in Gefahr

Der Weiterverkauf der Handyschalen-Produktion von Balda an ein Konsortium um den börsennotierten Münchener Finanzinvestor Aurelius ist Medienberichten zufolge in Gefahr. Angeblich fordert dieser einen millionenschweren Sozialausgleich.

HB FRANKFURT. „Das Geschäft kann immer noch scheitern“, sagte Aurelius-Chef Dirk Markus der „Financial Times Deutschland“ (FTD) (Donnerstagausgabe). Aurelius fordere rund 20 Mill. Euro, um den Sozialausgleich für mehrere hundert der 800 Mitarbeiter in den Gehäusefabriken in Ungarn und Deutschland zu finanzieren, berichtete die Zeitung unter Berufung auf nicht näher genannte Insider. Balda-Chef Joachim Gut wies dies zurück: „Das wundert mich sehr. Das geben die Verträge nicht her“, sagte er der Zeitung.

Balda hatte im Dezember berichtet, das frühere Kerngeschäft mit drei Tochterfirmen zum Ende des Jahres an eine KS Plastic Solutions GmbH verkauft zu haben. „Das Kapitel ist damit abgeschlossen“, sagte Gut damals. Balda will sich auf die Produktion von Touchscreens in Asien beschränken.

KS ist der „FTD“ zufolge aber nur ein leerer Firmenmantel, der von einem Rechtsanwalt gesteuert werde. Die Firma will das Geschäft nach einem Bericht der „Börsen-Zeitung“ an Investoren um Aurelius weiterreichen. Aurelius habe dementiert, dass der Investor selbst hinter KS stecke. Es gebe keine Verbindungen, nur Verhandlungen über die Übernahme der Produktion. Aurelius-Chef Markus sagte der „FTD“, der Kauf könne sich noch drei bis vier Monate hinziehen oder sogar scheitern. Dann wäre die Insolvenz sicher, hieß es in dem Bericht.

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