Hauptversammlung
Harter Tag für Freenet-Chef Eckhard Spoerr

Morgen treffen sich die Freenet-Anteilseigner und können Dampf ablassen: die einen wegen der schlechten Zahlen, die anderen, weil sie den Firmenchef endlich loswerden wollen. Dem Internet- und Mobilfunk-Dienstleister steht eine turbulente Hauptversammlung bevor.

FRANKFURT/DÜSSELDORF. Wer morgen im Congress Center Hamburg auf einen direkten Streit zweier Alphatiere der deutschen Wirtschaft setzt, dürfte enttäuscht werden. Zwar treffen auf der Freenet-Hauptversammlung die Kontrahenten aufeinander - auf der einen Seite das Management von Freenet, auf der anderen die Vertreter der Großaktionäre United Internet (UI) und Drillisch. Doch zumindest einer der Wortführer wird nicht anwesend sein. UI-Chef Dommermuth, so ist zu hören, reist nicht nach Hamburg.

Dennoch steht Freenet eine turbulente Hauptversammlung bevor. UI und Drillisch wollen den Freenet-Chef Eckhard Spoerr entmachten und den Aufsichtsrat mit eigenen Leuten besetzen. "In dem Gremium sitzen vier Anwälte, wie sollen sie den Vorstand vernünftig kontrollieren?", wettert Drillisch-Chef Paschalis Choulidis.

Hintergrund des Streits: UI und Drillisch wollten Freenet übernehmen, Dommermuth ist am DSL-Geschäft interessiert, Drillisch an der Mobilfunksparte. Doch Freenet-Chef Spoerr hat die beiden durch einen cleveren Schachzug ausgebremst. Er übernahm selbst den Mobilfunkprovider Debitel vom Finanzinvestor Permira für gut 1,6 Mrd. Euro.

Ob UI und Drillisch Erfolg haben werden, ist offen. Beide Parteien vereinen etwa 30 Prozent der stimmberechtigten Anteile auf sich. Zünglein an der Waage ist daher die Investmentgesellschaft Hermes. Wie sie abstimmen wird, ist unbekannt. Hermes wollte auf Anfrage keine Stellung nehmen.

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