Hauptversammlung
Intershop-Aktionäre verweigern Aufsichtsrat Entlastung

Die Hauptversammlung des ostdeutschen Softwareunternehmens Intershop hat dem Aufsichtsrat des einstigen Börsenlieblings am Neuen Markt die Entlastung verweigert. Nur 25,9 Prozent der in Apolda erschienenen Anteilseigner entlasteten das Gremium.

HB FRANKFURT. Aufsichtsratschef Jürgen Schöttler führte das Votum auf eine Zufallsmehrheit zurück. Nur 145 Aktionäre, die 10,8 Prozent des Grundkapitals vertraten, hatten den Weg in die thüringische Kleinstadt gefunden. „Von über 200 000 Aktionären waren lediglich 145 Aktionäre anwesend. Dieses kann zu Abstimmungsergebnissen führen, die maßgeblich vom Abstimmungsverhalten weniger Aktionäre bestimmt werden“, sagte Schöttler.

Um derartige Zufallsergebnisse auf Hauptversammlungen zu vermeiden, fordern Aktionärsschützer und Experten Reformen. Zu den Aktionärstreffen kommen immer weniger Teilnehmer. Ein Lösungsansatz sieht einen finanziellen Bonus für Aktionäre vor, die ihr Stimmrecht wahrnehmen. Das Bundesjustizministerium will jedoch noch abwarten.

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