HBO

Hacker sollen Daten zu „Games of Thrones“ geklaut haben

Der amerikanische Pay-TV-Sender HBO ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Unter den geklauten Daten sollen laut einem Medienbericht auch Inhalte der Serie „Game of Thrones“ sein.
Update: 01.08.2017 - 15:36 Uhr Kommentieren
Einem Bericht zufolge sollen Hacker in einer anonymen E-Mail an Reporter „Game of Thrones“-Inhalte als gestohlenes Material erwähnt haben. Quelle: AP
„Game of Thrones“

Einem Bericht zufolge sollen Hacker in einer anonymen E-Mail an Reporter „Game of Thrones“-Inhalte als gestohlenes Material erwähnt haben.

(Foto: AP)

Los AngelesHacker haben den Bezahlsender HBO angegriffen und Berichten zufolge unveröffentlichte Folgen der Serien „Room 104“ und „Ballers“ sowie mutmaßlich das Drehbuch einer „Game of Thrones“-Folge gestohlen. Der Fall werde von der Polizei und Experten für Cybersicherheit untersucht, schrieb der HBO-Vorsitzende Richard Plepler demnach am Montag in einer E-Mail an die Mitarbeiter. Die vierte Folge der siebten „Game of Thrones“-Staffel soll diesen Sonntag erscheinen.

Plepler selbst machte keine Angaben zu den betroffenen Inhalten und schrieb lediglich von einem „gegen das Unternehmen gerichteten Cyber-Vorfall“. Bei diesem seien Betriebsinterna gestohlen worden, darunter auch aus dem HBO-Programm. „Jeder Eingriff dieser Art ist für uns alle natürlich störend, erschütternd und beunruhigend“, schrieb Plepler.

Das sind die beliebtesten Streamingdienste der Deutschen
Die großen Anbieter
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Amazon Prime oder Netflix sind wohl mit die bekanntesten Anbieter von Video-on-Demand (VoD, Video auf Abruf). Und die entwickeln sich prächtig – zeigt eine Erhebung des Online-Portals „Netzsieger“. Machten die Anbieter 2016 einen Umsatz von 801 Millionen Euro, soll der 2017 noch einmal weiter wachsen: Auf bis zu 945 Millionen Euro. Wer davon am meisten profitiert.

Quelle: Netzsieger

Platz 9: Select Video
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Das Video-on-Demand-Angebot der Vodafone-Tochter Kabel Deutschland liegt auf einem geteilten neunten Platz im Ranking. Der Zugang zum Dienst ist speziell auf Kunden von Vodafone Kabel Deutschland zugeschnitten, die kriegen den Zugang zum Portal bei Vertragsabschluss gratis oben drauf. Ähnlich wie beim ungleich erfolgreicheren Amazon Prime gibt es in der digitalen Videothek dann sowohl kostenfreie als auch -pflichtige Angebote. Bisher schafft es der Netzanbieter aber nur auf zwei Prozent Marktanteil.

Platz 9: Unitymedia
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Auch den anderen neunten Platz nimmt ein Kabelnetzbetreiber ein. VoD-Optionen bietet Unitymedia dabei sowohl über die Unitymedia Videothek, als auch über Kooperationen mit dem Pay-TV-Sender Sky und der Video-Plattform Maxdome an. Der Marktanteil: Ebenfalls zwei Prozent.

Platz 7: Watchever
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Gute Kritiken, ein breites Offline-Programm, Werbung bei „Bild“ und mit Til Schweiger: All das konnte Watchever, dem VoD-Dienst des größten französischen Medienkonzerns Vivendi, nicht retten. Ende 2016 wurde der hoch-defizitäre Dienst, der nur auf drei Prozent Marktanteil kam, eingestellt. Auch zu den angekündigten Eigenproduktionen für das Portal kam es nie.

Platz 7: Videoload
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Ebenfalls auf gerade einmal drei Prozent Marktanteil kommt Videoload – dabei ist das wenig bekannte Portal immerhin das VoD-Angebot der Deutschen Telekom. Das exklusiv in Deutschland verfügbare Angebot arbeitet anders als viele Konkurrenten ohne Abo-Funktion, stattdessen können über das Portal Serien und Filme geliehen oder gekauft werden.

Platz 6: iTunes
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iTunes gehört mit rund acht Prozent Marktanteil zu den beliebtesten VoD-Anbietern Deutschlands – der Apple-Dienst landet damit auf Platz sechs. Auf der Plattform können Filme sowohl gekauft, als auch ausgeliehen werden. Auch Serien bietet iTunes seinen Nutzern an.

Platz 5: Google Play
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Auch Tech-Gigant Alphabet bietet eine eigene Plattform für Medieninhalte: Mit zehn Prozent Marktanteil landet der Google-Dienst auf Platz 5. Zu den Verlierern des Erfolgs der Anbieter von Video-on-Demand gehören vor allem Deutschlands Videotheken: Laut Netzsieger gab es hierzulande 2016 gerade einmal noch 933 Videotheken. Auch die Kinobesucher würden weniger: So reduzierte sich die Zahl der verkauften Kinotickets von 2003 bis 2016 um 32 Millionen.

Die mutmaßlichen Täter behaupteten „Entertainment Weekly“ zufolge in einer E-Mail an Reporter, 1,5 Terabyte Daten gestohlen zu haben. Unveröffentlichte Folgen von „Room 104“ und „Ballers“ tauchten der Zeitschrift zufolge online auf. Die unveröffentlichten „Game of Thrones“-Folge mit dem Titel „The Spoils of War“ war vorerst nicht im Internet zu finden.

HBO kämpft seit Jahren damit, Handlungen neuer Folgen geheim zu halten und deren illegale Verbreitung vorab zu verhindern. In der fünften Staffel waren etwa vier Folgen vorab im Internet aufgetaucht, nachdem DVDs für Rezensionen an die Presse und Industrie-Insider verschickt worden waren. Das mehrfach ausgezeichnete Fantasy-Drama war Mitte Juli in den USA in die siebte Staffel gestartet. Die achte und letzte Staffel soll 2018 erscheinen.

Auch der Online-Streamingdienst Netflix war zuvor Opfer eines Hacker-Angriffs geworden, als einige Folgen der Serie „Orange Is the New Black“ vor der eigentlichen Veröffentlichung im Juni im Internet auftauchten. Ein großer Hack der Film- und Fernsehindustrie richtete sich bereits 2014 gegen Sony, als Cyber-Kriminelle persönliche Informationen und E-Mails veröffentlichten.

  • dpa
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