Zwei Großaktionäre sind beim angeschlagenen Handyausrüster Balda in den vergangenen Tagen ausgestiegen, teils mit wütenden Kommentaren in Richtung Management. Doch der britische Hedge-Fonds Audley Capital will zu Balda stehen. Fonds-Manager Michael Treichl: "Wenn Hedge-Fonds wie Zocker agieren, schaden sie letztlich allen."
DÜSSELDORF. Der britische Hedge-Fonds Audley Capital will trotz des dramatischen Verfalls der Balda
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an dem ostwestfälischen Handyausrüster festhalten. "Balda-Anleger brauchen starke Nerven und tiefe Taschen", sagt Michael Treichl, Managing Partner bei Audley Capital. "Aber wir sind unverändert davon überzeugt, dass sich das Touchscreen-Geschäft von Balda
bestens entwickeln wird. Deshalb bleiben wir engagiert." Audley hält zehn Prozent an Balda
und ist damit drittgrößter Aktionär des Unternehmens aus Bad Oeynhausen.
Der Kurs von Balda
ist seit Jahresbeginn um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Analysten bemängeln eine mangelnde Finanzkommunikation und nicht erfüllte Prognosen des Managements. Außerdem führte der schlecht abgewickelte Verkauf einer defizitären Tochtergesellschaft den Konzern bis an den Rand der Insolvenz. Anfang März warnte Balda,
die bestehende Liquidität reiche nicht aus, um einen fälligen Verlustausgleich zu erbringen. Der Verkauf der Tochter wurde wenig später rückgängig gemacht. Balda
hat die Vorlage der Jahreszahlen auf unbestimmte Zeit verschoben.
Mehrere Großaktionäre haben das Vertrauen in Balda
inzwischen verloren. Sowohl die Investmentbank Morgan Stanley
als auch der US-Finanzinvestor Guy Wyser -Pratte
haben ihre Fünf-Prozent-Pakete an dem Unternehmen verkauft. Beide trennten sich mit hohen Verlusten von ihren Anteilen. Wyser -Pratte
war vor einem Jahr bei Balda
eingestiegen, Morgan Stanley
erst im Januar 2008.
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