Hewlett Packard Enterprise

IT-Konzern wird weiter zerlegt

Hewlett Packard trennt sich von seiner Dienstleistungssparte. Stattdessen soll das Server-Geschäft in den Mittelpunkt rücken. Davon verspricht sich Chefin Whitman Synergien von mindestens einer Milliarde Dollar pro Jahr.
Update: 25.05.2016 - 13:57 Uhr
Der IT-Konzern will sich verschlanken, indem der Dienstleistungs-Sektor abgetrennt wird. Quelle: AP
Hewlett Packard Enterprise

Der IT-Konzern will sich verschlanken, indem der Dienstleistungs-Sektor abgetrennt wird.

(Foto: AP)

Palo AltoWenige Monate nach der Aufspaltung des einstigen Drucker- und PC-Riesen Hewlett Packard wirft das neue Hauptunternehmen weiteren Ballast ab. Der auf die zukunftsträchtigeren Geschäfte mit Servern und Datenspeichern im Internet spezialisierte IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise (HPE) verabschiedet sich von seiner schwächelnden Dienstleistungsparte. Sie soll mit dem Rivalen Computer Sciences (CSC) fusionieren, wie HPE in der Nacht zu Mittwoch mitteilte.

HPE-Chefin Meg Whitman treibt so den Konzernumbau weiter voran, damit sich ihr Unternehmen noch mehr auf das besonders wachstumsstarke Cloud-Geschäft konzentrieren kann. Dabei werden Computer-Programme und Daten ins Internet verlagert.

Die fünf Schattenseiten des Silicon Valley
1. Brutale Personalpolitik
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Zu viel Harmonie schade dem wirtschaftlichen Erfolg, lautet etwa das Credo bei Amazon. Berichte ehemaliger Mitarbeiter in der „New York Times“ zeigen, was das bedeutet: nach Mitternacht berufliche Mails, die zu beantworten sind; Appelle, weniger leistungsfähige Kollegen zu verpetzen. Im Bild: Amazon-Chef Jeff Bezos.

Stress und hohe Arbeitsbelastung
2 von 10

Ein früherer Marketing-Mitarbeiter von Amazon sagte: „Fast alle Leute, mit denen ich zusammenarbeitete, sah ich an ihrem Tisch sitzen und weinen.“

2. Eintönige Führungskultur
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Im Silicon Valley herrscht eine homogene Truppe: weiß, männlich, Mittelklasse. Die Atmosphäre in vielen Start-ups sei gar frauenfeindlich, sagt manch eine Investorin.

Weiß, männlich, Mittelklasse
4 von 10

Die Investorin Nnena Ukuku, deren Eltern aus Nigeria stammen, sagte dem Handelsblatt: „Das Einzige, was schlimmer ist, als in der Technologiewelt eine Frau zu sein, ist eine schwarze Frau zu sein.“ Schwarze Gründer würden gar nicht ernst genommen.

3. Prekäre Selbstständigkeit
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Die „Uberisierung“ der Wirtschaft, in der Fahrer, Kuriere oder Putzkräfte nicht mehr angestellt sind, sondern Unternehmer, lässt die "Sharing Economy" boomen.

Ärger mit den Behörden
6 von 10

Hotels und Taxi-Gewerbe werden damit überflüssig. Das schafft Unabhängigkeit, verlagert aber das unternehmerische Risiko. Das Modell sorgt auch bei Behörden für Unmut, die sich um Steuersummen in Millionenhöhe geprellt sehen.

4. Das Ende der Privatsphäre
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Das Valley feiert die Philosophie ständiger Verfügbarkeit und Arbeitsbereitschaft. Google oder Facebook holen ihre Programmierer morgens mit dem Bus zu Hause ab. Auf dem „Campus“ servieren sie kostenlose Bio-Mahlzeiten.

Die HP-Keimzelle der Hardware-Produktion wurde bereits 2015 als HP Inc abgespalten. Mit der Trennung von einer weiteren Sparte unterstreicht Whitman ihr Ziel, bei HPE vor allem das Cloud-Geschäft voranzutreiben. Mit Microsoft, IBM und Oracle haben weitere etablierte Technologie-Unternehmen einen ähnlichen Weg eingeschlagen und stecken viel Kraft in die Neuausrichtung. Auch der Online-Händler Amazon sowie der deutsche Software-Konzern SAP setzen auf Clouds.

Von der Fusion verspricht sich Whitman Synergien von mindestens einer Milliarde Dollar pro Jahr. Sie zieht in das Direktorium des neuen Konzerns ein, das je zu Hälfte mit Vertretern von HPE und CSC besetzt sein wird. CSC-Chef Mike Lawrie soll den Vorstand leiten. Den HPE-Aktionären wird die Hälfte der Anteile am künftigen Unternehmen in Aussicht gestellt. HPE kündige zudem an, Anteilscheine im Volumen von drei Milliarden Dollar zurückzukaufen.

Bei den Eignern kamen die Pläne gut an: HPE-Papiere legten im außerbörslichen US-Handel um elf Prozent zu, CSC-Aktien stiegen sogar um 20 Prozent.

Zum Geschäftsverlauf für das zweite Quartal (per Ende April) erklärte HPE, der Umsatz sei um 1,3 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar gewachsen. Analysten hatten etwas weniger erwartet. Auf Basis konstanter Wechselkurse hätte der Zuwachs fünf Prozent betragen. Der Nettogewinn stieg um fünf Prozent auf 320 Millionen Dollar.

  • rtr
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