Der US-Computerkonzern Hewlett
-Packard (HP)
will nach der Übernahme des IT Electronic Data Systems-Dienstleisters (EDS)
Zehntausende Jobs streichen.
HB PALO ALTO. In den nächsten drei Jahren würden 24 600 Arbeitsplätze abgebaut. Dies seien 7,5 Prozent aller Stellen der zwei Unternehmen, teilte HP
am Montag nach US-Börsenschluss in Palo Alto mit. Rund die Hälfte des Stellenabbaus entfalle auf die USA, der Rest verteile sich aufs Ausland. Die Hälfte der Stellen solle im nächsten Jahr abgebaut werden.
Die Einsparungen sollen nach dem Stellenabbau bei etwa 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro) pro Jahr liegen. Bestenfalls könnten gar 2,5 Milliarden Dollar erreicht werden, ließen Manager im Gespräch mit Analysten verlauten. Die eingesparten Mittel sollen reinvestiert werden, etwa in den Vertrieb oder in das Geschäft in Schwellenländern. Im laufenden vierten Geschäftsquartal wird HP
allerdings zunächst wegen der Übernahme Belastungen von 1,7 Milliarden Dollar verbuchen.
Das Unternehmen kündigte zugleich an, dass auch Neueinstellungen bevorstünden, um der "Unterschiedlichkeit" der Märkte gerecht zu werden.
Hewlett Packard
äußerte sich ferner zu den Geschäftsaussichten von EDS
. So wird der Umsatz des IT-Outsourcing-Dienstleisters im nächsten Jahr auf 21,1 Milliarden bis 21,3 Milliarden Dollar geschätzt. 2010 sollen die EDS
-Einnahmen um weitere drei bis vier Prozent zulegen.
Den Ergebnisbeitrag von EDS
schätzt der neue Mutterkonzern für 2009 auf 0,18 bis 0,22 Dollar und ein Jahr später auf 0,38 bis 0,40 Dollar je Aktie.
HP
hatte EDS
für rund 13 Milliarden Dollar übernommen. Der weltgrößte PC-Hersteller baut dadurch seine Service-Sparte deutlich aus. Auf diesem Feld macht HP
Wettbewerbern wie dem IBM
-Konzern verschärft Konkurrenz.

