Hochauflösendes Fernsehen kommt im November
Philips und Premiere kooperieren für die WM

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hofft zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auf den Durchbruch des hochauflösenden Fernsehens HDTV (High Definition Television) in Deutschland.

fas DÜSSELDORF. Um den Bekanntheitsgrad von HDTV sehr schnell zu erweitern und das hochauflösende Fernsehen für ein breites Publikum zu begeistern, arbeitet Philips mit dem Abo-Sender Premiere bei Marketing, Vertrieb und Werbung zusammen. „Philips und Premiere sind perfekte Partner für diese Kooperation“, sagte Ronald de Jong, Leiter des Bereiches Consumer Electronics bei Philips.

HDTV gilt als künftiger Wachstumsmarkt im Fernsehbereich. Vor wenigen Tagen hatte Premiere angekündigt, ab November als erste europäische Sendergruppe ein HDTV-Angebot auf den Markt zu bringen. Premiere-Chef Kofler plant, dass 2007 jeder zehnte der zur Zeit rund 3,3 Millionen Premiere-Kunden ein HDTV-Paket im Abo hat.

Bislang bereitet die neue Digitaltechnik noch Probleme. Die deutschen Kabelnetze sind in der Regel noch nicht für HDTV ausgelegt, die Aufrüstung ist teuer. Deshalb können die meisten Premiere-Kunden zunächst nur über Satellit in den Genuss des hochauflösenden Fernsehens kommen. Zudem brauchen die Empfänger einen zusätzlichen Decoder.

Dennoch setzen die Fernsehhersteller auf den neuen Trend, denn HDTV ist nur mit Breitbild-Geräten im Format 16:9 zu empfangen. Neben Philips arbeiten auch Sharp, Sony und Toshiba an der neuen Technik, die sich vor allem für Flachbildfernseher eignet. Gerade in diesem Segment tobt unter den Anbietern ein heftiger Preiskampf, der deutsche Marktführer Philips leidet besonders unter dem Preisverfall. Der Konzern konnte nur mit Mühe im ersten Quartal 2005 ein Abrutschen in die roten Zahlen verhindern.

Den Durchbruch für Philips soll jetzt die WM 2006 bringen. Alle 64 Spiele werden in HDTV-Technik aufgenommen, allerdings wird nur Premiere die hochauflösenden Bilder übertragen. Philips ist einer von 15 Hauptsponsoren des Weltfußballverbandes Fifa, zahlt für die WM-Rechte rund 40 Mill. Euro und dürfte mindestens eine ebenso hohe Summe in das Marketing stecken.

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