Hochgeschwindigkeitsnetz: United Internet will Telekom unter die Arme greifen

Hochgeschwindigkeitsnetz
United Internet will Telekom unter die Arme greifen

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth hat der Deutschen Telekom angeboten, deren geplantes Netz für schnelles Internet mitzufinanzieren.

rtr FRANKFURT. „Wir haben der Telekom signalisiert, uns auf Wunsch auch an den Investitionen zu beteiligen“, sagte Dommermuth der „Börsen- Zeitung“ laut einer Vorabmeldung aus der Freitagausgabe. Auf die Frage nach der Höhe der möglichen Beteiligung habe Dommermuth auf den DSL-Marktanteil von United Internet von 17,5 Prozent verwiesen, berichtete die Zeitung. Auf dieser Basis lägen die möglichen Investitionen in das 3 Mrd. Euro teure Hochgeschwindigkeitsnetz (VDSL) bei rund 500 Mill. Euro.

„Ja, davor hätte ich keine Angst. Man muss das im Verhältnis sehen. Wir werden allein in diesem Jahr für 400 Mill. Euro Vorleistungen einkaufen“, zitierte die Zeitung Dommermuth. Der Online-Anbieter, der kein eigenes Netz betreibt, sondern seine Leistungen bei der Telekom einkauft, sei auch bereit, sich zum Schutz der Investitionen der Telekom zu verpflichten.

Die Deutsche Telekom gab sich zurückhaltend. „So lange kein formelles, ausgestaltetes Angebot vorliegt, können wir es nicht bewerten“, sagte ein Sprecher. Ob der Telefonriese grundsätzlich bereit wäre, Drittanbieter an dem Projekt zu beteiligen, wollte er nicht sagen.

Die Telekom will das Kupferkabelnetz in den 50 größten deutschen Städten mit Glasfaser aufrüsten. Die Deutsche Telekom hatte als Voraussetzung für den Aufbau des VDSL-Netzes für noch schnellere Internet-Übertragungen eine zumindest zeitweilige Freistellung von der Regulierung verlangt, um die eigenen Investitionen abzusichern. Die Bundesregierung hatte sie dabei unterstützt, allerdings fordert die Europäische Union eine Regulierung. Die Bundesnetzagentur prüft derzeit, ob es sich bei dem Netz mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde um eine neue Technologie handelt – die von der Regulierung freigestellt werden könnte – oder um einen Teil des vorhandenen, regulierten Breitbandnetzes.

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