Höherer Gewinn im Quartal
Texas Instruments wird Luxushandys nicht los

Die verstärkte Nachfrage nach billigen Mobiltelefonen belastet das Geschäft des weltgrößten Handychip-Herstellers Texas Instruments. Das Unternehmen senkte am Montag nach US-Börsenschluss den Ausblick für das vierte Quartal und enttäuschte damit Analysten und Anleger.

HB SAN FRANCISCO. „Die Leute sind von einen höheren Absatz an hochwertigen Handys ausgegangen, während gleichzeitig mehr Billighandys verkauft wurden als erwartet“, erklärte Finanzchef Kevin March. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel um drei Prozent nach.

Texas Instruments (TI) rechnet nun mit einem Umsatz von 3,46 Mrd. bis 3,75 Mrd. Dollar im laufenden Quartal. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft soll bei 40 bis 46 Cent pro Aktie liegen. Analysten erwarteten im Durchschnitt jedoch einen Gewinn von 45 Cent je Aktie und einen Umsatz von 3,8 Mrd. Dollar. „Im vierten Quartal wird sich die Nachfrage nach billigen Mobiltelefonen weiter verstärken“, sagte March. Das sei Auslöser für den pessimistischen Ausblick gewesen. In der Regel werden die meisten Mobiltelefone im vierten Quartal zum Weihnachtsgeschäft verkauft. Nach Ansicht von March ist die schwächere Nachfrage nach Telefonen mit schnellen Internetverbindungen kein Anzeichen für eine Trendwende, sondern lediglich eine Pause.

In der vergangenen Woche hatte der größte TI-Kunde Nokia eine höhere Nachfrage nach billigen Mobiltelefonen und sinkende Preise gemeldet. Auch der US-Handyhersteller Motorola verkaufte weniger teure Handys und steigerte seinen Umsatz langsamer als erwartet.

Im dritten Quartal erwirtschaftete TI einen Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft von 45 Cent je Aktie nach 36 Cent vor einem Jahr. Der Umsatz stieg auf 3,76 Mrd. Dollar nach 3,59 Mrd. Dollar. Analysten hatten jedoch 3,796 Mrd. Dollar erwartet. Für den Gewinn waren 45 Cent veranschlagt worden. Jede Zahl für sich sei vertretbar, sagte Doug Freedman, Analyst bei American Technology Research. „Wenn man das alles zusammenzählt, ist es aber eine ziemliche Enttäuschung.“

Im zweiten Quartal hatte TI von einer besonders großen Nachfrage nach Prozessoren profitiert, die Handys mit Video- und Datendiensten steuern. Das Unternehmen verkauft Chips für eine breite Palette von Elektro-Geräten und Taschenrechnern über Handys bis hin zu Flachbildschirm-Fernsehern.

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