Ursprünglich war dieser Bereich dem Personalvorstand unterstellt. Obermann hat das Ressort übernommen, als er Ende 2006 an die Spitze der Telekom
wechselte. "Er hat die Abteilung stärker kontrollieren wollen, weil er hörte, dass da einiges passiert, was ihm nicht ganz geheuer war", heißt es in Konzernkreisen. Offiziell lautet die Begründung: "Obermann hat die Abteilung übernommen, um den Personalvorstand zu entlasten, als zwischenzeitlich die Bereiche Personal und Finanzen in Personalunion geführt wurden." Inzwischen ist die Konzernsicherheit Festnetzvorstand Höttges unterstellt.
Die Telekom
erklärt dies so: "Die meisten Aufgaben der Abteilung sind dort zu erledigen." So seien die Sicherheitskollegen etwa für die Klärung interner Vergehen zuständig, und da die Festnetzsparte die meisten Mitarbeiter habe, gebe es da auch die meisten solcher Vorfälle.
Um Verantwortung und Kontrolle für das, was in der Abteilung passiert, auf mehrere Schultern zu verteilen, hat die Telekom
auch Rupprecht eingeschaltet.
Kritiker des Vorgehens frotzeln darüber, das ausgerechnet Rupprecht und auch Schäfer, zwei Männer im Rentenalter, nun für Recht und Ordnung der Telekom
sorgen sollen. In Konzernkreisen heißt es jedoch, gerade das Alter sei ein Vorteil. "Sie können für solche Jobs niemanden nehmen, der noch Karriere machen will", sagte ein Manager. Dabei seien Besonnenheit und Erfahrung gefragt.

