Hoffnung auf Einstieg der Japaner
Qimonda und Elpida wollen Partnerschaft vertiefen

Die Speicherchiphersteller Qimonda und Elpida wollen ihre Partnerschaft weiter vertiefen. Über die Zusammenarbeit bei einer neuen Halbleitertechnologie (Buried Wordline) hinaus prüften die Infineon-Tochter und die Japaner weitere gemeinsame Entwicklungen sowie gemeinsame Fertigungstöchter.

HB MÜNCHEN. Seit Beginn der Gespräche mit Elpida sei „bereits eine vertrauensvolle Beziehung entstanden“, erklärte Qimonda-Chef Kin Wah Loh. „Durch den Abschluss der Vertragsgespräche mit Qimonda innerhalb einer kurzen Frist haben beide Unternehmen den Grundstein für eine engere Kooperation gelegt“, fügte Elpida-Chef Yukio Sakamoto hinzu. Die Zusammenführung der Technologien könne Elpida - bislang Nummer Fünf am Speicherchipmarkt - helfen, Samsung als Branchenprimus abzulösen, erklärte Sakamoto.

Die Vertiefung der technischen Zusammenarbeit von Qimonda mit den Japanern und die gegenseitigen Vertrauensschwüre schüren bei Anlegern die Hoffnung, Elpida könnte bei den zuletzt von der Dram-Chip-Krise gebeutelten Münchenern einsteigen. Derzeit hält Infineon noch gut 77 Prozent an der Tochter, will die Mehrheit allerdings schleunigst loswerden. Infineon-Aktien führten mit einem Plus von rund drei Prozent die Gewinnerliste im Dax an.

Die Ankündigung, gemeinsame Produktionstöchter mit Elpida zu planen, könnten zudem die Verhandlungen mit Qimondas derzeitigem Taiwaner Fertigungspartner Nanya über die Zukunft der gemeinsamen Fertigungsstochter Inotera beschleunigen. Die Gespräche, ob einer der beiden Partner die Anteile des anderen übernimmt oder eine andere Lösung gefunden wird, dauern noch an.

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