Hoffnung auf starken US-Schulbuchmarkt - „Financial Times“ mit deutlich höherem Verlust
Pearson-Verlag fürs kommende Jahr optimistisch

Das britische Verlagshaus Pearson rechnet im nächsten Jahr mit einem deutlichen Aufschwung. „Für 2005 erwarten wir eine sehr starke Leistung von unserer Gruppe“, sagte Pearson-Chefin Marjorie Scardino bei der Bilanzvorlage in London.

and LONDON. Sie wies erneut Spekulationen über einen Verkauf der „Financial Times“ (FT) zurück. Bei der Tageszeitung erhöhten sich 2003 die Verluste um 39 % auf 32 Mill. £ (48 Mill. Euro).

Schon länger gibt es in Londoner FinanzkreisenForderungen, dass sich Pearson ganz aus dem Zeitungsgeschäft zurückziehen solle. Mit nur 5 % am Konzernumsatz gehöre die auf rosa Papier gedruckte FT nicht zum Kerngeschäft, meinen Kritiker. Die Anleger reagierten enttäuscht: Der Aktienkurs gab zunächst um fast 3 % nach, erholte sich dann aber wieder.

In Deutschland besitzt Pearson seit Anfang 2000 die Hälfte an der ebenfalls verlustreichen „Financial Times Deutschland“ (FTD). Der Konzern hält Beteiligungen an der französischen Zeitung „Les Echos“, am Wirtschaftsmagazin „The Economist“ und ist Eigentümer des bekannten Verlags Penguin.

Pearson macht inzwischen aber mehr als die Hälfte des Umsatzes (4 Mrd. £) im Bildungs- und Wissenschaftssegment. Rund zwei Drittel des Gesamtgeschäfts macht die Gruppe zudem in den USA – vor allem mit Schulbüchern. Nachteil: Der Konzern ist daher stark vom schwachen Dollar betroffen.

Trotz des weiter schrumpfenden US-Schulbuchgeschäfts werde Pearson 2004 aber das Vorjahresniveau erreichen, lautet die Prognose. 2005 hofft Pearson nach der amerikanischen Präsidentschaftswahl wieder auf einen zweistelligen Zuwachs.

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