Hoher Verlust in 2006
BenQ-Chef bietet nach Pleite in Deutschland Rücktritt an

Der Chef des taiwanischen Elektronikkonzerns Benq, K. Y. Lee, hat nach der Pleite der deutschen Handy-Tochter seinen Rücktritt angeboten.

dpa-afx TAIPEH. Nach den hohen Verluste im vergangenen Jahr habe er am Morgen sein Amt zur Verfügung gestellt, sagte Vize-Präsident Jerry Wang am Dienstag in Taipeh. Der Verwaltungsrat habe dies aber abgelehnt. K.Y. Lee solle Benq so schnell wie möglich in die Gewinnzone zurückführen.

Im vergangenen Geschäftsjahr sprang der Fehlbetrag von 5,23 Mrd. auf 27,61 Mrd. taiwanische Dollar (626 Mill. Euro), was die Gesellschaft unter anderem mit Belastungen durch die Pleite der deutschen Handy-Tochter begründete. Benq hatte im vergangenen Jahr die Finanzzuschüsse für die im Jahr 2005 übernommene Siemens-Mobilfunksparte eingestellt und damit die Tochter in die Insolvenz geschickt.

Der Umsatz von Benq kletterte im vergangenen Jahr von 162 Mrd. auf 199 Mrd. taiwanische Dollar (4,51 Mrd Euro). Für das laufende Quartal rechnet Benq mit einem leichten Umsatzrückgang gegenüber den Monaten Oktober bis Dezember.

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