Hotelerbin soll Aufmerksamkeit erzeugen
Paris Hilton: Ein Traum in gelb

Klaus Harisch weiß, wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht: Man nehme ein halbwegs pfiffiges Geschäftsmodell, suche sich einen eingängigen Markennamen und verpflichte Stars und Sternchen. Nun soll also Hotelerbin Paris Hilton die Internetseite einer kleinen Münchener Firma weltbekannt machen.

HB MÜNCHEN. Als Verona Feldbusch vor einigen Jahren mit dem Spruch „Da werden Sie geholfen“ in jeder Werbepause im Fernsehen zu sehen war, wurde der kleine Auskunftsdienstleister Telegate über Nacht zu einem Begriff für Millionen von Deutschen. Harisch hat Telegate gegründet, an die Börse gebracht und mit Hilfe von Feldbusch zum wichtigsten Konkurrenten der Deutsche Telekom in der Telefonauskunft gemacht.

Nun versucht es der umtriebige Unternehmer Harisch bei Varetis aufs Neue. Varetis? Nie gehört? Noch nicht. Denn die kleine, börsennotierte Software-Firma aus München hat Paris Hilton unter Vertrag genommen, um ihr neues Internet-Branchenverzeichnis „Go Yellow“ zu bewerben. Die weltbekannte Erbin des gleichnamigen Hotelimperiums garantiert noch deutlich mehr Aufmerksamkeit als die Feldbusch.

14 Kamerateams, zwei Dutzend Fotografen, Heerscharen von Reportern. Wenn der Autohersteller BMW in München zur Bilanzpressekonferenz lädt, ist der Rummel nicht größer als beim Auftritt von Paris Hilton in den hoffnungslos überfüllten Büroräumen von Varetis in Sichtweite des Münchener Hauptbahnhofs.

„Es ist super bei euch zu sein“, schmachtet die zierliche junge Frau vor einer schier undurchdringlichen Wand an Mikrofonen und fügt hinzu, „das hier ist ganz klasse alles.“ Dann stocken ihr die Worte: „Und sonst, äh. . .“.

Sonst nichts. Denn eine Paris Hilton braucht nichts zu sagen. Es reicht zu wissen, dass sie nie Unterwäsche trägt. Es reicht auch, wenn sie lächelt, sich in ihrem engen, zartgelben Kostüm leicht zur Seite neigt und dabei ihre beiden neckischen blonden Zöpfchen wackeln. Dann klicken die Objektive, dann wird aus Paris ein Traum in gelb, passend zum knalligen Logo von „Go Yellow“.

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