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Houston-Nachlass: Das Geschäft mit den toten Musikern

Die Bestürzung in der Musikwelt über den Tod von Whitney Houston ist groß. Doch jetzt klingeln für das Plattenlabel und die Angehörigen die Kassen. Das zeigen prominente Beispiele aus der Vergangenheit.

Nach dem Tod Whitney Houstons ist die Sängerin überall präsent - hier eine Anzeige am Apollo Theater in New York. Quelle: AFP
Nach dem Tod Whitney Houstons ist die Sängerin überall präsent - hier eine Anzeige am Apollo Theater in New York. Quelle: AFP

DüsseldorfWenn ein bedeutender Künstler tot ist, halten ihn seine Werke lebendig. So wird das auch bei Whitney Houston sein, die im Alter von nur 48 Jahren verstorben ist. „I will always love you“ und „One moment in time“ werden die Zeit überdauern. Ihre Stimme bleibt lebendig.

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In den nächsten Wochen wird Houstons Stimme besonders präsent sein. Im Radio werden ihre Lieder bereits wieder gespielt. Im Handel haben ihre Songs und Alben schon zu Höhenflügen angesetzt. In Plattenläden stellen Verkäufer Houston-CDs ins Schaufenster und ordern Tonträger nach. In den Download-Charts von Apples Musikangebot iTunes sind ihre Best-Off-Alben in den USA, Großbritannien, Australien und Deutschland an die Spitze geschossen. „I will always love you“ rangiert in den USA unter den Top Fünf der meist heruntergeladenen Songs.

Tote Topverdiener Bei wem post mortem die Kasse klingelt

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So tragisch der Tod der Sängerin ist: Jetzt klingeln die Kassen. Seit Jahren konnten Houstons Labels Arista und RCA, die beide zu Sony Music gehören, nicht mehr viel Geld mit ihr verdienen. Ihre erfolgreiche Zeit war spätestens Ende der 1990er Jahre zu Ende. 2010 scheiterte der Comeback-Versuch von „The Voice“, wie sie von Fans genannt wurde, kläglich. Whitney Houston selbst soll zuletzt pleite gewesen sein, vermeldete vor einigen Wochen ein US-Sender. 170 Millionen Platten verkauft, aber das Millionen-Dollar-Vermögen: weg. Von Freunden habe sie sich 100-Dollar-Scheine geliehen, um über die Runden zu kommen. Ob sie Schulden hatte, ist nicht bekannt.

Aber wenn, dann werden ihre Angehörigen diese schnell abbezahlen können. Das zeigt nicht zuletzt das Beispiel Michael Jackson. Mit den Songs des im Juni 2009 verstorbenen „King of Pop“ verdiente die Jackson-Familie posthum Millionen. Der Hype um den Sänger nahm nie gekannte Ausmaße an. „Mein Sohn Michael ist tot mehr wert als lebendig“, rutschte Vater Joe Jackson nach dem Ableben des Sohnes heraus. Nach dem Tod des 50-Jährigen waren seine CDs in vielen Geschäften ausverkauft. 30 Millionen Alben gingen allein 2009 über die Ladentheke. Der Film „This is it“ spielte weitere Dollar ein und selbst als Musical wurde Michael Jacksons Karriere vermarktet. In den nächsten Jahren will Sony noch reihenweise neue Alben veröffentlichen.

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