Hutchison Whampoa: Asiens reichster Mann kauft O2

Hutchison Whampoa
Asiens reichster Mann kauft O2

Der britische Mobilfunkmarkt steht vor einer großen Veränderung. Asiens reichster Mann Li Ka-shing will O2 für bis zu 13,6 Milliarden Euro von Telefónica kaufen. Dadurch dürfte ein neuer Branchenprimus entstehen.
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MadridAsiens reichster Mann Li Ka-shing will den britischen Mobilfunkanbieter O2 für bis zu 13,6 Milliarden Euro kaufen. Lis Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa gab am Freitag exklusive Verhandlungen mit der spanischen O2-Mutter Telefónica bekannt.

Hutchison ist bereits mit Three Mobile auf dem britischen Mobilfunkmarkt vertreten und würde zusammen mit dem Branchenzweiten O2 zum neuen Primus aufsteigen. Zusammen würden Three und O2 den bisherigen Platzhirsch EE ablösen, der der Deutschen Telekom und dem französischen Anbieter Orange gehört.

Lis Geschäftsimperium reicht weit über Telekommunikation hinaus und erstreckt sich auch auf Immobilien, Medien Biotechnologie, Häfen und Einzelhandel. Für O2 will sein Hutchison-Konzern 9,25 Milliarden Pfund zahlen. Sollten später bestimmte Finanzziele damit erreicht werden, könnte eine weitere Milliarde fließen, gab Hutchison bekannt.

O2 wäre bislang die größte Akquisition Lis überhaupt, dessen Three Group auch in anderen europäischen und asiatischen Ländern aktiv ist. Bislang hat Li für den Kauf der britischen Northumbrian Water Group im Jahr 2011 mit 7,5 Milliarden Pfund am meisten auf den Tisch gelegt. Erst jüngst hatte sein Konglomerat Cheung Kong Infrastructure (CKI) die Übernahme des ebenfalls britischen Eisenbahnkonzerns Eversholt Rail für 2,5 Milliarden Pfund angekündigt.

Telefónica hatte O2 im Jahr 2006 übernommen. Hutchison hatte früheren Reuters-Informationen zufolge auch ein Auge auf EE geworfen. Inzwischen verhandelt aber der frühere Staatsmonopolist BT exklusiv über einen Kauf von EE.

Hutchinson Whampoa befindet sich derzeit in einer tiefgreifenden Umstrukturierung. Der Konzern spaltet sich in zwei börsennotierte Gesellschaften auf. Eine konzentriert sich auf Immobilien, die andere auf Telekommunikation, Häfen, Infrastruktur und andere Branchen. Als Konsequenz hat Hutchinson umgerechnet gut sechs Milliarden Euro mehr für Zukäufe zur Verfügung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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