IBM gegen Microsoft
Die Schlacht der IT-Giganten

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Für die kommenden Monate ist die nächste Generation der Server- und Client-Lösungen von Microsoft im Office-Produktivitätsumfeld avisiert. Sie signalisiert den Eintritt in eine neue, heikle Phase des Produktlebenszyklus der Microsoft-Office-Produkte. Nicht nur die stärkere Ausrichtung in die Cloud oder die Anforderungen, den Office-Client auf den unterschiedlichen Client-Plattformen bereitzustellen, sind fordernd. Vielmehr auch die adäquate Bereitstellung der entsprechenden Social-Business-Funktionen. Bei einer ersten öffentlichen Vorstellung der Produkte im Juli in San Francisco wurden einige der neuen Funktionen präsentiert. Jedoch stand bei dieser Präsentation die Bearbeitung und Verfolgung von Dokumenten weiterhin stark im Fokus. Die Standard-Dokument-Bibliothek wird ganz privat sein und ist ein virtueller Ort, wo Anwender auf ihre Dokumente zugreifen können, ohne dass Dritte hierauf Zugriff haben. Diese können jederzeit geteilt werden. Ferner wird es möglich sein, Dokumenten zu folgen. Hierdurch ist ein schneller Überblick über Updates und die Kommunikation rings um einzelne Dokumente möglich

Die zugrundeliegende Infrastruktur wird in der kommenden Produktgeneration gleich sein. Microsoft hat hier jedoch daran gearbeitet, ein konsistentes Benutzererlebnis zu ermöglichen. Hierzu werden die für den Nutzer relevanten Themen in sogenannten Hubs organisiert. Ein Hub bildet quasi die Neuigkeiten um Menschen, Dokumente, Seiten oder Tags ab. Ein weiterer fokussiert sich auf Microbolgs; ein Dritter auf Erwähnungen/das Aufmerksam machen auf Themen. Ferner werden die Interaktionsmöglichkeiten bei den Microblogs erweitert sowie Profilinformationen aufgewertet. Profile können mit mehr Informationen aufgewertet werden, und der Zugriff hierauf kann durch den Nutzer gesteuert werden.

SharePoint wird als die verbindende Plattform von Menschen, deren Erfahrungen und Kompetenzen positioniert. Dabei geht es darum, wie Mitarbeiter ihre Arbeit erledigt bekommen. Mit der kommenden Produktgeneration bietet Microsoft durch die erneuerten Client- und Serverprodukte Funktionen wie Instant Messaging, E-Mail oder Video Conferencing, „Likes“, Activity Streams und Microblogging. Durch die Integration von Drittanwendungen - und die Kombination mit den Services von Yammer - können diese nochmals deutlich aufgewertet werden.

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  • Meines Erachtens eine treffende Analyse. IBM hat sich in der Marktnische spezialisiert und eine führende Rolle im Social Business erreicht - und fordert nun Microsoft in diesem Zukunftsbereich heraus. Connections liegt beispielsweise in einem Kernbereich des Social Business, dem Teilen von Dokumenten vorn, indem die im Social Business wichtigen Metadaten (z.B. Kommentare und Diskussionen) auch beim Teilen ohne Weiteres verfügbar sind. Andererseit ist die Marktpräsenz von SharePoint ein Fakt, so dass die Verbindung von quantitativer Führerschaft und qualitativer Marktposition als eine gute Kombination erscheint.

  • Auch wenn ich connections nicht kenne, kann ich doch die Argumentation des Autors an die Adresse von Microsoft nachvollziehen. Ein Enterprise Wiki auf Basis von Atlassian Confluence hat auch einen großen Charm und wird von namhaften innovativen Unternehmen genutzt. Die spannende Fage in der Zukunft wird sein, welches Trägheitsmoment größer ist: Das der Microsoft konditionierten Anwender oder das des großen Tankers selbst. Spannend ist hier der Aspekt Nachwuchs: Unsere Nachwuchs von den Unis nutzt kaum Microsoft Produkte... hier gilt es gar nicht mehr die Plattform zu verteidigen sondern mit Mehrwerten und Nutzen zu überzeugen... und zwar für eine technikaffine Zielgruppe und keine "Business Descision Maker", für die IT eine Black box ist...spannende Herausforderung für die Microsoft Entwickler - und - Marketingabteilungen in den jeweiligen Länderorganisationen

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