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19.01.2007 
Quartalsbilanz

IBM kann die Börse nicht überzeugen

Der weltgrößte Computer-Dienstleister IBM hat seinen Gewinn im vierten Quartal um elf Prozent gesteigert und dabei vor allem von einem guten Geschäft in der Software-Sparte profitiert.

Analysten bezeichneten das aktuelle IBM Quartals-Ergebnis grundsätzlich als positiv.  Quelle: dpaLupe

Analysten bezeichneten das aktuelle IBM Quartals-Ergebnis grundsätzlich als positiv. Quelle: dpa

HB SAN FRANCISCO. Unterm Strich seien im abgelaufenen Vierteljahr 3,54 Mrd. Dollar verdient worden, teilte der US-Konzern am Donnerstagabend mit. Dennoch konnte er am Markt nicht vollends überzeugen. IBM-Aktien verloren nachbörslich gut fünf Prozent. Den Umsatz steigerte das Unternehmen auf 26,3 Mrd. Dollar von 24,4 Milliarden. Vor Sonderposten lag der Gewinn je Aktie bei 2,26 Dollar. Von Reuters befragte Analysten hatten hier im Schnitt mit 2,19 Dollar gerechnet, bei einem Umsatz von 25,7 Mrd. Dollar. „Wir gehen mit einem guten Schwung in das Jahr 2007“, sagte IBM-Finanzchef Mark Loughridge. Fachleute rechnen für das laufenden Jahr mit einem Umsatz von 94,48 Mrd. Dollar nach 91,42 Mrd. im vergangenen Jahr.

Analysten bezeichneten das Ergebnis grundsätzlich als positiv. „Es war ein gutes Quartal“, sagte Marc Heilweil von Spectrum Advisory Services. „Das einzige Gebiet, das enttäuscht hat, war der Hardware-Bereich.“ Das sei auch ein Grund dafür, dass die IBM-Papiere 5,2 Prozent auf 94,24 Dollar nachgaben, sagte Heilweil. Aber auch der psychologische Faktor nach den enttäuschenden Ausblicken der Computerkonzerne Intel und Apple in den vergangenen Tagen spiele dabei eine Rolle.

Die Service-Sparte profitierte auch von einem Großauftrag der Bundeswehr, den IBM zusammen mit Siemens erhalten hat. Der „Herkules“-Auftrag läuft über zehn Jahre und hat ein Volumen über 7,1 Mrd. Euro. Dabei soll das Konsortium die nicht an Waffensysteme gebundene Informations- und Kommunikationstechnik der Streitkräfte modernisieren und betreiben.

IBM hatte im vergangenen Jahr sein Software-Geschäft deutlich ausgebaut und elf Softwarefirmen gekauft. Der Konzern ist der weltweit zweitgrößte Softwarehersteller nach Microsoft. Das einstige Kerngeschäft mit PCs macht dagegen seit dem Verkauf der verlustträchtigen Sparte an die chinesische Lenovo nur noch einen kleinen Teil des IBM-Umsatzes aus.

Enttäuschende Ergebnisse von Intel und eine vorsichtige Prognose von Apple hatten die Tech-Werte bereits am Mittwoch und Donnerstag belastet.

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