IBM
Umsatz und Gewinn bröckeln beim SAP-Rivalen

IBM muss im ersten Quartal erneut Umsatzrückgänge verkraften. Dass diese das Hardware-Geschäft besonders treffen, passt zu den bekannten Daten über das Schwinden der PC. IBM setzt deshalb auf ein anderes Feld.
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Bangalore/ArmonkDer weltgrößte IT-Dienstleister International Business Machines (IBM) hat im ersten Quartal weniger umgesetzt und verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel um zwölf Prozent auf 19,6 Milliarden Dollar, wie der SAP-Rivale am Montag nach Börsenschluss mitteilte.

Das traf damit in etwa die Erwartungen der Analysten. Die Aktie ging auf eine Achterbahnfahrt: Zunächst legte sie nachbörslich um mehr als zwei Prozent zu, dann fiel sie ins Minus, bevor sie wieder leichte Zuwächse verzeichnete.

Es war das zwölfte Quartal in Folge für IBM mit rückläufigen Umsätzen. Besonders deutlich war der Rückgang im Hardware-Geschäft mit mehr als 22 Prozent. IBM setzt bereits verstärkt auf das Geschäft mit Sicherheitssoftware oder Cloud-Diensten, die höhere Gewinne versprechen. Diese Strategie scheint erste Früchte zu tragen.

Cloud-Dienste bringen Umsatzplus

Das Nettoergebnis sank zwar auf 2,33 Milliarden Dollar von 2,38 Milliarden Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Gestützt wurde der Gewinn aber von den zukunftsträchtigen Cloud-Diensten; dort gab es auch ein Umsatzplus von 60 Prozent.

Im größten Bereich Technologie-Services gab es hingegen ein Umsatzminus von knapp elf Prozent auf 7,89 Milliarden Dollar. Der Vorsteuergewinn fiel um über 18 Prozent auf 994 Millionen Dollar. Ähnlich sah es bei Dienstleistungen für Unternehmen aus: 13 Prozent Umsatzrückgang auf 4,32 Milliarden Dollar und über ein Fünftel weniger Vorsteuergewinn.

Das Software-Geschäft erwies sich immerhin erneut als besonders lukrativ. Der Umsatz schrumpfte zwar um gut acht Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar - aber mit einem leicht gesunkenen Ergebnis von knapp 1,94 Milliarden Dollar fuhr die Sparte fast die Hälfte des operativen Gewinns ein.

Die Branche insgesamt wandelt sich derzeit stark. Das traditionelle PC-Geschäft schwindet, dafür wird die Technologiewelt zunehmend vom Internet dominiert. Wie die Konkurrenten Hewlett-Packard, Oracle und Cisco pumpt IBM deshalb viel Geld in das Cloud-Computing, bei dem Kunden Speicher- und Softwaredienstleistungen von eigenen Rechenzentren ins Internet verlagern. Zudem setzt IBM auf Datenauswertung unter anderem mit Hilfe von Technologie des Supercomputers Watson.

Allerdings wachsen diese neuen Bereiche nicht schnell genug, um die Rückgänge im bisherigen Geschäft auszugleichen. IBM trennte sich auch von einigen Sparten im Server- und Halbleiter-Geschäft. IBM hatte bereits vor einer schwachen Umsatzentwicklung gewarnt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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