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08.06.2008 
Großaktionär nennt seinen Preis für Verkauf

Icahn schürt Machtkampf mit Yahoo-Chefs

Der streitbare Yahoo! -Großaktionär Carl Icahn hat den Machtkampf mit der Führung des Internet-Konzerns weiter zugespitzt. In einem Brief nannte der für seine harte Gangart bekannte Investor seinen Preis für einen Verkauf von Yahoo! an Microsoft und bekräftigte seine Forderung nach Ablösung von Konzernchef und-Mitbegründer Jerry Yang. Yahoo! konterte umgehend mit dem Vorwurf, Icahn habe keinen glaubwürdigen Plan für den Konzern.

Carl Icahn fährt einen neue Attacke gegen das Yahoo-Management. Foto: ReutersLupe

Carl Icahn fährt einen neue Attacke gegen das Yahoo-Management. Foto: Reuters

HB NEW YORK. Icahn schrieb am Freitag, sollte er die Kontrolle bei Yahoo übernehmen, würde er den Verwaltungsrat auffordern, das Unternehmen freiwillig an Microsoft zu verkaufen. Er schlug dem aktuellen Yahoo-Verwaltungsratschef Roy Bostock einen Preis von 34,375 Dollar je Aktie als angemessen vor. Bei dem im Mai abgeblasenen Übernahmeangriff hatte Microsoft zum Schluss 33 Dollar je Aktie geboten. Yahoo forderte dem Windows-Konzern zufolge mindestens 37 Dollar.

Der als "Firmenjäger" berüchtigte Icahn will auf einer inzwischen auf den 1. August verschobenen Hauptversammlung seine Kandidaten in den Verwaltungsrat durchbringen. Der Milliardär hielt nach letzten verfügbaren Angaben zwar lediglich 4,2 Prozent an Yahoo und wollte auf sieben Prozent aufstocken - seine heftige Kritik könnte aber auf offene Ohren auch bei anderen Investoren stoßen.

Die Yahoo-Aktie war nach der Rücknahme der Microsoft-Offerte eingebrochen und einige Anleger zweifeln daran, dass der Internet-Konzern tatsächlich mehr wert ist. Yahoo betonte in der Reaktion auf Icahns Brief, man sei nach wie vor grundsätzlich zu jeder Transaktion inklusive eines Verkaufs an Microsoft bereit, wenn die Konditionen im besten Interesse der Aktionäre seien.

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