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07.04.2007 
Telecom-Italia-Chef Rossi zurückgetreten

„Ich musste eliminiert werden"

Der Präsident der Telecom Italia, Guido Rossi, ist von seinem Amt zurückgetreten. Der 76-jährige Manager zog damit die Konsequenzen aus internen Spannungen um die zukünftige Strategie des Unternehmens.

Die Zentrale von Telecom Italia in Rom (Archivbild). Foto: dpaLupe

Die Zentrale von Telecom Italia in Rom (Archivbild). Foto: dpa

HB ROM. Dies berichtete die Zeitung „La Repubblica“ am Samstag. Vor allem mit seinem Vorgänger Marco Tronchetti Provera war Rossi in den vergangenen Tagen aneinander geraten. „Ich bin ihm gefährlich geworden, deshalb musste ich eliminiert werden“, erklärte Rossi. Tronchetti Provera ist Chef von Pirelli, dem Hauptaktionär von Telecom-Italia-Mutter Olimpia. Auf der Vorschlagsliste für die Besetzung des Gremiums von Olimpia, die der Konzern am Mittwoch vorgelegt hatte, war der Name Rossis nicht enthalten. Damit wäre es ihm fast unmöglich geworden, weiter Kontrolle über das Unternehmen auszuüben.

Wer Rossis Nachfolger wird, wurde noch nicht bekannt. Der Streit mit Tronchetti Provera hatte sich in den vergangenen Wochen zugespitzt, weil sich Rossi gegen eine angestrebte Allianz der Telecom Italia mit dem spanischen Telekommunikationskonzern Telefonica ausgesprochen hatte. Pirelli will derzeit einen Mehrheitsanteil an Olimpia verkaufen und verhandelt mit dem US-Konzern AT&T und dem mexikanischen Mobilfunkkonzern America Movil. Mit einem Erwerb der Olimpia würde ein eventueller Käufer 18 Prozent an der Telekommunikations-Gruppe halten und damit der Hauptaktionär sein.

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