IDS Scheer
Scheer schließt Übernahme nicht aus

Er hat das Software-Haus aufgebaut. Er hat sich bislang erfolgreich gegen Übernahme-Versuche gewehrt. Doch die aktuelle Lage zwingt den Gründer des Unternehmens IDS Scheer zum Nachdenken. August-Wilhelm Scheer schließt eine Übernahme seines Lebenswerks erstmals nicht mehr aus.

HB FRANKFURT. "Das wäre keine unrealistische Entwicklung, aber es ist nicht mein Ziel", sagte der 67-jährige Professor für Wirtschaftsinformatik der "Wirtschaftswoche" in einem am Samstag veröffentlichten Bericht. "Es geht um mein Lebenswerk." Das Saarbrücker Softwarehaus werde sein Ziel, den Umsatz bis 2010 auf 600 Millionen Euro zu steigern, wohl nicht erreichen. "Wir müssen sehen, ob Unternehmen unserer Größe vom Markt noch akzeptiert werden", erklärte Scheer.

Der IDS-Gründer und-Großaktionär (41 Prozent) hatte Übernahmeangebote stets abgelehnt. Noch im September betonte er, er wolle IDS als unabhängige Firma erhalten. Damals gab es Spekulationen, SAP sei an dem kleineren Rivalen interessiert.

Vor drei Wochen hatte IDS Scheer zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Ziele zurückschrauben müssen. Bei einem stagnierenden Umsatz (2007: 393,5 Millionen Euro) werde die Umsatzrendite vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen in diesem Jahr nur bei drei bis vier statt der bis dahin veranschlagten acht bis neun Prozent liegen. Nun sollen 200 der mehr als 3 000 Arbeitsplätze abgebaut werden, Kündigungen sind nicht ausgeschlossen. Eine von Betriebsräten befürchtete zweite Kündigungswelle schloss Scheer in dem Interview jedoch aus.

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