Iesy darf Ish übernehmen
Weg für Milliardenfusion der Kabelbetreiber ist frei

Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen die Fusion der Kabelnetzbetreiber Ish in Nordrhein-Westfalen und Iesy in Hessen. Damit entsteht für den Marktführer Kabel Deutschland (KDG) ein ernstzunehmendes Gegengewicht.

HB BONN. Die Behörde werde die geplante Übernahme von Ish durch Iesy wie auch die gesondert beantragte Übernahme von Ish durch die Investmentfirma BC Partners nicht untersagen, sagte Kartellamtspräsident Ulf Böge am Donnerstag in Bonn. Nach derzeitiger Einschätzung des Amtes werde keines der beiden Vorhaben zur Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung der Beteiligten auf den betroffenen Märkten führen, sagte Böge.

Ish und Iesy kommen zusammen auf rund 5,5 Millionen Kunden. Mit ihrer Fusion kann in der zersplitterten deutschen Kabellandschaft ein Gegengewicht zum doppelt so großen Branchenführer KDG entstehen. Die Betreiber der Fernseh-Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen und Hessen hatten im März bekannt gegeben, sich zusammenschließen zu wollen. Das Bundeskartellamt hatte im vergangenen Jahr einer Fusion der vier größten deutschen Kabelnetzbetreiber einen Riegel vorgeschoben.

In mit dem Vorgang vertrauten Kreisen hatte es geheißen, Iesy wolle zwischen 1,55 und 1,575 Milliarden Euro zahlen. Diese Summe beinhalte die Übernahme von 600 Millionen Euro Schulden von Ish.

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